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AfD gibt sich siegesgewiss - und bekommt Konkurrenz von rechts
11.01.19

AfD gibt sich siegesgewiss - und bekommt Konkurrenz von rechts

Mit viel Schwung wollte die AfD auf ihrem Parteitag im sächsischen Riesa das Wahljahr 2019 einläuten - doch der Start gestaltete sich recht holprig. Statt die Stärke der Partei im Osten Deutschlands zu feiern, war zunächst Schadensbegrenzung ang

Eigentlich wollte die AfD auf ihrem Parteitag im sächsischen Riesa das Wahljahr 2019 einläuten, die Stärke der Partei im Osten Deutschlands feiern. Doch zunächst ist Schadensbegrenzung angesagt. Der AfD steht zu den Landtwagswahlen im Herbst Konkurrenz von rechts ins Haus: André Poggenburg, einst einer der führenden Rechtsaußen der Partei, tritt aus der AfD aus und will ihr bei den Wahlen Stimmen wegnehmen - mit seiner neuen Partei 'Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland'. O-Ton Alexander Gauland, AfD-Chef:'Herr Poggenburg nervt mich gar nicht. Es ist gut, dass er weg ist. Er nervte eher so lange er da war.'O-Ton Beatrix von Storch, AfD-Fraktionsvorsitzende:'Wir sehen keine Gefahr einer Spaltung. Wenn Menschen wie er gehen, dann ist das für uns gut und nicht schlecht.'Die AfD-Parteispitze bleibt demonstrativ gelassen. Eine Schwächung des rechten Flügels dürfte der Austritt Poggenburgs nicht nach sich ziehen - schließlich gehen mit Björn Höcke in Thüringen und Andreas Kalbitz in Brandenburg zwei ausgemachte Partei-Rechtsaußen als Spitzenkandidaten ins Rennen.2019 - sechs Jahre nach ihrer Gründung – will die AfD zum großen Coup ansetzen. Bei den Landtwagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen setzt die Partei auf den Wahlsieg. Laut Umfragen ist das nicht einmal unwahrscheinlich – im Durchschnitt steht die AfD bei 20 Prozent.

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