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Bayern im Pokalendspiel - Elfmeterpfiff sorgt für Diskussionen
25.04.19

Bayern im Pokalendspiel - Elfmeterpfiff sorgt für Diskussionen

Elfmeter oder nicht? Angesichts der hitzigen Diskussionen über die Schlüsselszene des Abends rückte Bayern Münchens 3:2-Sieg im Halbfinal-Kracher des DFB-Pokals bei Werder Bremen erst einmal in den Hintergrund.

O-Töne 1 und 3 Niko Kovac, Trainer Bayern München- zum Spiel: 'Das ist ein tolles Fußballspiel gewesen. Wir sind verdient weitergekommen.'- zur strittigen Elfmeterentscheidung:'Das ist eine harte Entscheidung. Wenn er nicht pfeifft, können wir uns nicht beklagen.'O-Töne 2, 4 und 5 Florian Kohfeldt, Trainer Werder Bremen- zum Spiel: 'Glückwunsch an alle, die hier waren. Ich glaube, es war geil. Verdient fand ich es nicht.'- zur strittigen Elfmeterentscheidung:'Es gibt Tage, da sind zwei Trainer, die sich sehr mögen, nicht einer Meinung.''Ich glaube, dass der Schiedsrichter in neun von zehn Fällen den Elfmeter auf gar keinen Fall pfeifft.'SID xam mpWeitere Informationen:Bremen, 24. April (SID) - Bayern München hat die Pokal-Festung Weserstadion gestürmt und einen großen Schritt in Richtung Double gemacht. Der Rekord-Champion gewann den Halbfinal-Kracher bei Werder Bremen nach einem echten Fußball-Spektakel und einem umstrittenen Elfmeter kurz vor Schluss mit 3:2 (1:0) und zog zum 23. Mal ins Endspiel des DFB-Pokals ein.Damit kommt es am 25. Mai im Berliner Olympiastadion zum Traumfinale gegen RB Leipzig. Für die Bayern geht es dann um Pokalsieg Nummer 19, für Trainer Niko Kovac nach dem Triumph im vergangenen Jahr mit Eintracht Frankfurt um die erfolgreiche 'Titelverteidigung' in seinem Lieblingswettbewerb. Er ist zum dritten Mal hintereinander in Berlin dabei.Robert Lewandowski (36.) und Thomas Müller (63.) trafen für den Bundesliga-Tabellenführer zunächst zur vermeintlich beruhigenden Führung. Doch Yuya Osako (74.) und Milot Rashica (75.) glichen binnen einer Minute aus. Die Bremer Hoffnung auf einen Pokal-Coup währte indes nicht lange: Torjäger Lewandowski sorgte mit einem fragwürdigen Foulelfmeter (80.) für den Sieg der Münchner, die nach dem frühen Aus in der Champions League nun alle Trümpfe für das nationale Titel-Doppel aus Pokal und Meisterschaft in der Hand halten.Heiß diskutiert wurde nach Schlusspfiff der Strafstoß zehn Minuten vor Ende. 'Für mich war das aus dem Spiel heraus absolut ein Elfmeter. Durch den Videobeweis bekommt der Schiedsrichter ja mit, ob es elfmeterwürdig ist. Kingsley ist keiner, der sich fallen lässt', sagte Müller in der ARD. Coman war nach einem Schubser von Theodor Gebre Selassie zu Fall gekommen.Werder-Stürmer Max Kruse sah das anders als Müller: 'Das ist lächerlich. Wenn das ein Elfmeter ist... Wozu haben wir den Videobeweis? Wenn er das nicht sieht, können wir ihn wieder abschaffen.' Bayern-Coach Kovac wies auf den 'leichten Rempler von hinten hin', sagte aber auch: 'Ob das ein Elfmeter ist, darüber kann man diskutieren.'Für Werder endete am Mittwochabend der Traum vom ersten Titel seit dem Cup-Gewinn 2009 - und eine stolze Serie. Die Grün-Weißen hatten seit 31 Jahren kein Pokalspiel zu Hause mehr verloren (37 Heimspiele). Doch wie schon im letzten Halbfinale 2016 (damals 0:2) war gegen die Bayern Endstation.Kovac hatte vor der Partie einen heißen Tanz prophezeit. Ganz Bremen sei 'total elektrisiert, sie werden absolut euphorisch ins Spiel gehen.' Der Bayern-Coach sollte Recht behalten.Spielfreudig, laufstark, griffig in den Zweikämpfen: Die Grün-Weißen präsentierten sich gut 100 Stunden nach der knappen Niederlage im Ligaspiel (0:1 in München) von Beginn an voll auf der Höhe und boten den Bayern mit ihrer forschen Spielweise Paroli.Das permanente Pressing oft schon am gegnerischen Strafraum setzte den Gästen zu - und sorgte immer wieder für Bremer Ballgewinne. Vor allem das Mitwirken von Kapitän Kruse, der erst kurz vor dem Anpfiff trotz Pferdekuss im Oberschenkel grünes Licht gab, tat dem Werder-Spiel gut. Im Abschluss zielten Bremens Top-Torjäger (8. und 45.) und Davy Klaassen (23.) aber zu ungenau.Und die Bayern? Die zeigten sich hinten zwar nicht immer sattelfest, ließen ihre Extraklasse in der Offensive aber immer wieder aufblitzen und hatten die klareren Aktionen in Richtung Tor. Vor allem der umtriebige Müller und der pfeilschnelle Kingsley Coman sorgten mit ihren Aktionen für permanente Gefahr.Erst verfehlte Müller das Bremer Tor per Hacke um Zentimeter (10.), nach einer Viertelstunde verhinderte nur das Knie von Werder-Verteidiger Niklas Moisander einen Treffer des Ex-Nationalspielers. Für die Bayern-Führung sorgte dann einmal mehr Lewandowski. Nach langer Flanke von Jerome Boateng und anschließender Kopfball-Bogenlampe von Müller schaltete der Torjäger am schnellsten und staubte unbedrängt ab.Doch Bremen ließ sich auch durch den Rückstand nicht beirren - und marschierte auch im zweiten Durchgang weiter mutig nach vorn. Lohn war der Doppelschlag von Osako und Rashica binnen einer Minute. Dann schubste Theodor Gebre Selassie jedoch Coman leicht - und Lewandowski entschied das Spiel vom Punkt. In der Nachspielzeit (90.+3) traf der Pole zudem den Pfosten.SID cs er

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