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Bayern straucheln gegen Bremen: 'Haben nicht ins Spiel gefunden'
21.11.20

Bayern straucheln gegen Bremen: 'Haben nicht ins Spiel gefunden'

Rekordmeister Bayern München patzt überraschend und kommt gegen Lieblingsgegner Werder Bremen nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Trainer Hansi Flick bemängelt das Offensivspiel seiner Mannschaft, Werder-Coach Florian Kohfeldt lobt den 'hochverdien

O-Töne 1-4, Hansi Flick, Trainer Bayern München ......zum Spiel: 'Wir haben heute einfach nicht ins Spiel gefunden. Bremen hat versucht, bei Ballgewinn schnell umzuschalten. Manu hat ein paar Mal seine Klasseunter Beweis gestellt. Wir haben es nicht geschafft, uns über Außen freizuspielen.'... zur Verletzung von Lucas Hernandez: 'Lucas ist anscheinend mit dem Becken auf dem Boden gelandet mit volelr Wucht. Er hat Probleme gehabt, aufzutreten. Wir müssen abwarten, wie es bei ihm aussieht.'O-Töne 5-6, Florian Kohfeldt, Trainer Werder Bremen ...... zum Bundesligarekord durch das fünfte 1:1 in Folge: 'Jetzt ahben wir ihn, den vermutlich zweitlangweiligsten Rekord der Bundesligageschichte. Wir nehmen den Punkt mit, es wäre absolut vermessen zu sagen, dass das zu wenig wäre.'SID lcweitere Informationen:Serie gerissen: Bayern München hat sich gegen seinen Lieblingskontrahenten Werder Bremen einen Patzer im Titelkampf geleistet. München (SID) Der vollkommen unerwartete Stolperer tat Hansi Flick richtig weh. Nach kurzem Abklatschen mit Florian Kohfeldt stapfte der Trainer von Bayern München im Anschluss an das enttäuschende 1:1 (0:1) gegen Werder Bremen griesgrämig in die Kabine. 19-mal hatte der deutsche Fußball-Rekordmeister seinen Lieblingsgegner in Serie besiegt - diesmal fehlen im Titelkampf der Bundesliga also zwei fest eingeplante Punkte. 'Wir haben ein ganz, ganz billiges Gegentor kassiert', klagte Thomas Müller bei Sky: 'So geht dann der Bremer Plan auf. Sie haben diszipliniert verteidigt.' Im Vorwärtsgang der Bayern hingegen 'fehlten die Topchancen', wie Manuel Neuer monierte. 'Wir haben viel investieren müssen.' Werder spielte engagiert mit, wurde nach der Pause gegen anrennende Gastgeber gezwungenermaßen passiver. Am Ende hätte es dennoch sogar ein Sieg werden können. 'Mal ganz ehrlich: Wir können hier nicht unzufrieden wegfahren', sagte Werder-Coach Kohfeldt. Auf ihren Rekord von fünfmal 1:1 in Folge allerdings waren die Bremer nicht sonderlich stolz: 'Das ist wohl der langweiligste der Bundesliga.'Maximilian Eggestein (45.) hatte Werder im 109. Bundesliga-Duell beider Teams (Rekord) vom ersten Sieg in München seit 2008 träumen lassen. Doch Kingsley Coman (62.) rettete Flick in dessen 50. Pflichtspiel das Jubiläum.Allerdings beklagte Flick neben dem Punkteverlust einen weiteren verletzten Spieler: Lucas Hernandez. Der Coach verzichtete vier Tage nach der historischen 0:6-Klatsche für die DFB-Auswahl zunächst auf vier deutsche Nationalspieler - und er verpokerte sich damit. Niklas Süle stand nicht mal im Kader - wegen Trainingsrückstands, wie Flick erklärte. Das Trio Leon Goretzka, Serge Gnabry und Leroy Sane kam von der Bank.Goretzka musste dabei schneller einspringen als geplant: Hernandez kam nach einem Luftduell mit Theodor Gebre Selassie unsanft mit dem Rücken auf und musste verletzt raus (19.). Die Bayern konnten sich bei Torwart Manuel Neuer bedanken, dass sie da nicht schon zurücklagen: Der Kapitän parierte stark gegen Joshua Sargent und Ludwig Augustinsson (16.). Wenig später verzog Leonardo Bittencourt freistehend (24.).Flicks ungewöhnliche Aufstellung mit nur einem Sechser und dem überforderten Youngster Jamal Musiala, der erstmals in der Liga beginnen durfte, zündete nicht. Die Bayern taten sich schwer, in der Bremer Fünferreihe Lücken zu finden, und hatten viele Ballverluste. Als Coman doch mal durchkam, wurde er von Ömer Toprak im Strafraum gefoult - der fällige Elfmeterpfiff blieb rätselhafterweise aus (26.).Kurz vor der Pause überraschten die gedankenschnellen Bremer die Münchner Hintermannschaft nach einem Einwurf im kollektiven Tiefschlaf. Sargent enteilte Javi Martinez, seine Hereingabe verwertete Eggestein unbedrängt von Goretzka zur Führung.Ein Lattenknaller von Douglas Costa nach der Pause (52.) war der Weckruf für den Rekordmeister, der Werder zunehmend stärker unter Druck setzte. Coman traf per Kopf nach Goretzkas Flanke zum Ausgleich. Der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting vergab die Riesenchance zum 2:1 (84.), auf der anderen Seite parierte Neuer gegen Sargent (87.).SID mm nt rd

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