Der Tagesspiegel Video
Brexit könnte Guinness teurer machen
19.11.18

Brexit könnte Guinness teurer machen

Guinness ist nicht nur in seiner Heimat Irland beliebt, sondern auch der Exportschlager der Insel. Mit dem Brexit könnte die Produktion des Starkbiers allerdings deutlich teurer werden. Um dies zu verhindern, könnte der Getränkeriese Diageo die

Guinness-Bier – nicht nur in seiner Heimat Irland ein Verkaufshit, sondern auch der Exportschlager der Insel. Seit 1778 wird das braun-schwarze Starkbier in der Brauerei St. James´s Gate in der irischen Hauptstadt Dublin hergestellt.Zum Abfüllen wird das alkoholische Getränk allerdings mit Tankwagen ins nordirische Belfast gebracht. Und genau das könnte für die Brauerei zum Problem werden. Noch rollen die Lkw ungehindert über die Grenze. Doch nach dem Brexit könnte es zu Grenzkontrollen zwischen dem EU-Land Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland kommen. O-Ton Patricia Callan, Verband der irischen Alkoholproduzenten:'Durchschnittlich kommt es zu 23.000 Grenzübertritten pro Jahr in der Branche, jede Verzögerung, sei es nur eine Stunde, kostet etwa hundert Euro pro Lastwagen.'Guinness gehört zum internationalen Konzern Diageo. Mit einem Umsatz von knapp 14 Milliarden Euro im vergangenen Jahr müsste der Getränkeriese eventuelle Mehrkosten eigentlich wegstecken können. Doch in der Branche wird bereits getuschelt, dass der Konzern wegen des Brexit die Fabrik in Nordirland schließen könnte. Denn das für den Export bestimmte Guinness müsste gleich zweimal die Grenzkontrollen passieren: Nach dem Abfüllen in Belfast geht es wieder zurück nach Dublin, von wo es mit dem Schiff weiter transportiert wird. Die höheren Kosten hätten vermutlich die Verbraucher zu tragen.

schließen