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BVB-Coach Favre: 'Bayern-Pleite ist verdaut'
20.11.19

BVB-Coach Favre: 'Bayern-Pleite ist verdaut'

Die 0:4-Pleite bei Dauerrivale Bayern München ist nach eigener Aussage verdaut: Gegen Paderborn wollen die Dortmunder wieder gewinnen, wenngleich Trainer Lucien Favre auch vor dem Tabellenletzten warnt.

O-Töne 1-5 Lucien Favre, Borussia Dortmund- 'Wir wissen, was wir machen müssen.'- 'Wir haben Respekt, wollen das Spiel unbedingt gewinnen.'- 'Marco Reus hat alle Einheiten diese Woche mittrainiert.'- 'Bayern hat gekontert.'- 'Dieses Spiel war schwer zu verdauen. Aber es ist verdaut'SID sg tkweitere Informationen:Die Zukunft von Mario Götze hängt in der Schwebe, die erschreckende Pleite beim FC Bayern ist nur schwer zu vergessen: Mehr denn je ist Lucien Favre bei Borussia Dortmund dieser Tage als Psychologe gefragt. Der Aufschwung muss unter dem angeschlagenen BVB-Trainer nach der dringend notwendigen Länderspielpause unbedingt gelingen, damit die Meisterschaftsträume nicht schon vor Weihnachten platzen. Ein Anfang wäre ein deutlicher Sieg im Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen Aufsteiger SC Paderborn.'Wir müssen schon Respekt haben, aber gegen Paderborn wissen wir, was wir machen müssen', sagte Favre am Mittwoch: 'Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen.' Damit das gelingt, muss der zuletzt arg gebeutelte Vizemeister die Lehren aus der schmachvollen 0:4-Niederlage in München ziehen. 'Natürlich ist dieses Spiel schwer zu verdauen. Aber jetzt ist es verdaut, und wir schauen nach vorne. Ich will nicht mehr darüber sprechen', sagte der 62-Jährige.Gesprächsthemen gibt es in Dortmund ohnehin genug. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Favre den Rest der Hinrunde ohne Mittelfeld-Motor Thomas Delaney auskommen muss. Der Däne habe sich in der EM-Qualifikation mehrere Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen, hieß es von Vereinsseite. Damit kann Favre erst im Januar wieder auf Delaney zurückgreifen. Er hatte sich die Verletzung am vergangenen Montag beim 1:1 in Irland zugezogen.Und noch auf einer anderen Baustelle ist Favre ein entscheidender Faktor. Beim Fall Götze. Der Vertrag des Weltmeisterschützen von 2014 läuft im kommenden Sommer aus, und grundsätzlich könne er sich vorstellen zu bleiben, schreibt die Sport Bild. Doch er ist mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler unter Favre nicht zufrieden. Zudem will der Verein künftig Geld sparen, und Götze ist mit geschätzt rund zehn Millionen Euro Gehalt einer der Top-Verdiener. Die Verhandlungen stocken derzeit und sollen erst 2020 wieder aufgenommen werden.Bis dahin ist der BVB im Idealfall schon wieder in angenehmerem Fahrwasser und hat einige der aktuell sechs Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze aufgeholt. Die Vereinsführung will die Meisterschaft, die vor der Saison vollmundig angepeilt wurde, noch nicht abhaken. 'Mir ist nicht bekannt, dass sich bei uns jemand davon verabschiedet hat, den Versuch zu unternehmen, die Schale wieder nach Dortmund zu holen. Ich tue es jedenfalls nicht', sagte Präsident Reinhard Rauball im kicker.Sein Optimismus ist grundsätzlich nicht unberechtigt. Schließlich heißen die Gegner bis zur Winterpause nach Paderborn Hertha BSC, Fortuna Düsseldorf, FSV Mainz 05, RB Leipzig und TSG Hoffenheim. Da müssen viele Siege her. 'Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass in der Mannschaft mehr steckt, als das Negativ-Erlebnis in München vermuten lässt', sagte Rauball. Diesen Beweis gilt es ab Freitag anzutreten.SID fk ni tl

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