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Debütant Schulz trifft zum DFB-Sieg: 'Der geht nur hier rein'
10.09.18

Debütant Schulz trifft zum DFB-Sieg: 'Der geht nur hier rein'

Die deutsche Nationalmannschaft hat Teil zwei ihrer Wiedergutmachungs-Tour für das WM-Desaster erfolgreich gestaltet. Die DFB-Auswahl besiegte Peru nach dem späten Treffer von Debütant Nico Schulz mit 2:1.

O-Ton 1, Thomas Müller, Nationalspieler- 'Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen.'O-Ton 2, Ilkay Gündogan, Nationalspieler- 'Man merkt, dass wir noch ein bisschen verunsichert sind.'O-Ton 3, Timo Werner, Nationalspieler- 'Wir haben deutlich besser nach vorne gespielt als gegen Frankreich.'O-Ton 4, Joshua Kimmich, Nationalspieler- 'Am Ende gewinnen wir durch ein glückliches Tor.'O-Ton 5, Nico Schulz, Nationalspieler- zu seinem Siegtreffer:'Der geht nur hier in unserem Stadion rein.'SID mpweitere Informationen:Sinsheim, 09. September (SID) - Bundestrainer Joachim Löw winkte kurz ins Publikum und streckte den Daumen nach oben, seine Spieler herzten immer wieder Matchwinner Nico Schulz. Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Peru beim zweiten Teil der Wiedergutmachungs-Tour herrschte bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft große Erleichterung.Debütant Schulz erzielte in seinem Wohnzimmer nach einem Fehler von Perus Schlussmann Pedro Gallese den umjubelten Siegtreffer (85.). Mit dem erst dritten Erfolg in den vergangenen elf Länderspielen tankte das Team von Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Debakel Selbstvertrauen für den heißen Nations-League-Herbst mit Spielen in den Niederlanden und Frankreich.Julian Brandt (25.) glich vor 25.494 Zuschauern in Sinsheim den Rückstand durch Luis Advincula (22.) zunächst aus, dann bescherte Schulz mit seinem Flachschuss Löw ein erfolgreiches Rekordspiel. Mit 167 Begegnungen als Bundestrainer zog der 58-Jährige nach DFB-Angaben mit dem legendären Sepp Herberger gleich.'Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Man hat gespürt, dass wir den Sieg gewollt haben', sagte Löw bei RTL. Torschütze Brandt stellte 'eine gewisse Unsicherheit' fest. 'Aber grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gemacht. Es war nicht alles Gold was glänzt. Aber jeder Sieg tut uns gut.'Löw setzte wie schon zum Auftakt der neu geschaffenen Nations League gegen Weltmeister Frankreich (0:0) auf ein 4-1-4-1-System - mit allerdings gleich fünf Änderungen. Marc-Andre ter Stegen rückte für Kapitän Manuel Neuer ins Tor. Zudem standen Niklas Süle, Schulz, Ilkay Gündogan und Brandt in der Startformation.Löw hatte vor Spielbeginn 'die richtigen Lösungen' in der Offensive gefordert, und seine Spieler beherzigten die Vorgaben des Bundestrainers. Gündogan und Toni Kroos trieben das deutsche Spiel durch die Mitte mit schnellen Kombinationen immer wieder an, Brandt, Marco Reus und Timo Werner machten die von Löw geforderten Läufe in die Tiefe.Die Chancenverwertung blieb aber das größte Manko. Reus (2., 20., 21.) vergab vor der Pause gleich drei gute Möglichkeiten. Matthias Ginter (13.), Werner (35.) und Gündogan (38.) scheiterten am starken Torhüter Pedro Gallese.Durch ihr Pressing setzte die DFB-Auswahl, bei der Joshua Kimmich wieder auf der Sechser-Position agierte, die Gäste früh unter Druck und kam so immer wieder zu Ballgewinnen. Allerdings gelang es den Peruanern das ein oder andere Mal, sich zu befreien, dann wurde es für den Gastgeber gefährlich. Das Gegentor durch den Ex-Hoffenheimer Advincula fiel aus einem Konter. Dabei sah zunächst der defensiv anfällige Schulz zweimal nicht gut aus, und auch ter Stegen machte beim Schuss ins kurze Eck eine schlechte Figur.Das DFB-Team ließ sich aber durch den Rückstand nicht verunsichern und spielte weiter mutig und mit viel Tempo nach vorne. Brandt erzielte sein zweites Länderspieltor mit einem überlegten Heber nach Vorarbeit von Kroos. Pech hatte der Gastgeber, dass nach einem Foul an Süle nach einem Eckball nicht auf Elfmeter entschieden wurde (39.).Zu Beginn der zweiten Halbzeit ersetzten Antonio Rüdiger und Julian Draxler Jerome Boateng und Reus - doch der Torabschluss blieb die große Schwäche. Nach einem Konter ließ Werner ein Zuspiel des starken Brandt ungenutzt (55.).Dem deutschen Spiel mangelte es nun aber an Präzision, es schlichen sich Fehler ein, die Zielstrebigkeit ging immer mehr verloren. Nach einem Konter der Gäste hatte das DFB-Team Glück, dass dem Ex-Schalker Jefferson Farfan frei vor ter Stegen die Nerven versagten (58.). Die DFB-Auswahl bekam nun keinen richtigen Zugriff mehr, die Kompaktheit ging verloren - dennoch war der Sieg über die gesamte Spielzeit gesehen nicht unverdient.In der Schlussphase ermöglichte Rekordhalter Löw auch Kai Havertz und Thilo Kehrer ihr Nationalmannschafts-Debüt. Ob Löw allerdings erst mit dem Spiel gegen Peru mit Herberger gleichgezogen ist, darüber streiten sich die Experten. Nach DFB-Angaben saß Herberger in 167 Länderspielen als Nationaltrainer auf der Bank. Allerdings scheint diese Zahl nicht korrekt zu sein, zu diesem Ergebnis kommen zumindest Historiker. Demnach habe Herberger in seinen ersten fünf Spielen Otto Nerz nur vertreten.SID om jm

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