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Deutscher Mars-Maulwurf im Anflug auf Roten Planeten
19.11.18

Deutscher Mars-Maulwurf im Anflug auf Roten Planeten

In wenigen Tagen landet die Nasa-Raumsonde InSight auf dem Mars. Mit an Bord ist der von deutschen Forschern entwickelte Mars-Maulwurf HP3, der sich bald bis zu 50 Zentimeter tief in den Boden des Planeten bohren soll.

In wenigen Tagen ist es so weit: Die Nasa-Raumsonde InSight tritt in die Mars-Atmosphäre ein. Falls alles gut geht, öffnet sich in zwölf Kilometern Höhe ein Fallschirm und lässt das Gefährt sanft zu Boden sinken. Mit an Bord ist der von deutschen Forschern entwickelte Mars-Maulwurf HP3, der sich im Laufe der Mission bis zu fünf Meter tief in den Marsboden bohren soll. O-Ton Tilman Spohn, wissenschaftlicher Leiter DLR:'HP3 misst den Wärmestrom aus dem Inneren, also die Wärme, die der Planet nach außen hin abgibt. // Wenn wir diese Abwärme messen, können wir etwas sagen über die Aktivität, die Dynamik des Motors, der innen drin ist.'Die Forscher hoffen, so die Entwicklung der Erde bis hin zur Entwicklung des Lebens besser zu verstehen. Neben dem HP3-Instrument gibt es mehrere weitere Geräte an Bord, die unterschiedliche Experimente durchführen. Gesteuert wird HP3 von den Forschern am Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln. O-Ton Christian Krause, Operationsmanager:'Das ist einfach eine Herausforderung. Das ist bestimmt auch so ein innerliches Entdeckertum, dass man sagt, ich möchte eine ganz neue Welt erfahren. Wir wissen im Prinzip, wie unsere Landing Site aussieht, aber das ist eine völlig andere Welt.'Ab Januar 2019 soll sich die Sonde in kleinen Schritten in den Boden bohren, die Zieltiefe wird planmäßig im März erreicht.

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