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Dresdner Pflegeheim lässt DDR auferstehen
22.06.17

Dresdner Pflegeheim lässt DDR auferstehen

Honecker-Porträts, DDR-Geschirr und ein Intershop mit West-Kaffee: Im Dresdner Pflegeheim Alexa fühlen sich Bewohner wie Gäste wie in der DDR. Dementen Bewohnern hilft der Blick in die Vergangenheit.

Von außen sieht dieses Pflegeheim für Demente in Dresden durchaus modern aus. Im Inneren fühlen sich Bewohner und Gäste wie in die DDR zurückversetzt. Schließlich gibt es hier alles aus dem untergegangenen Land: Honecker-Porträts, Original-DDR-Geschirr und einen kleinen Intershop, der sogar West-Kaffee hat. Aber ist das alles nicht politisch unkorrekt? O-Ton Gunter Wolfram, Einrichtungsleitung:'Wir sind auch alle heilfroh, dass die DDR-Zeiten vorbei sind. Diese ganze politische Dimension spielt bei uns überhaupt keine Rolle. Es gibt hier keine Pioniernachmittage und wir feiern auch nicht den Tag der NVA. Was wir hier aber wieder aufgenommen haben, ist ein gewisses Lebensgefühl aus einer gewissen Zeitepoche.'Den Bewohnern hilft die Reise in die Vergangenheit offensichtlich.O-Ton Fanny Vieira, Pflegekraft:'Eine Bewohnerin, die zu uns herunterkam, die lag vorher nur in ihrem Bett und hat nur geschlafen und auch nur wenig gegessen. Als sie dann zu uns herunter kam zu uns in die Gemeinschaft, ist sie wieder total aufgeblüht.'Dann gehen die Bewohner wieder an die Arbeit. Heute gibt es: Kalten Hund.

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