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DSV-Team optimistisch zur Schwimm-WM: 'Können Medaillen holen'
09.07.19

DSV-Team optimistisch zur Schwimm-WM: 'Können Medaillen holen'

Florian Wellbrock und Sarah Köhler sind zwei der wenigen deutschen Hoffnungsträger für die Schwimm-Weltmeisterschaft in Südkorea. Das deutsche Team insgesamt sehen beide nach der Krise der Vorjahre wieder im Aufwind.

O-Ton 1, Sarah Köhler, EM-Silber 2018 über 1500 Meter Freistil'Nach dem Tief der letzten Jahre haben wir Leute, die bei einer soliden Leistung Medaillen mit nach Hause bringen können.'O-Ton 2, Florian Wellbrock, Europameister 2018 über 1500 Meter Freistil- '2009 war natürlich ein extrem starkes Jahr, keine Frage. Jetzt haben wir wieder ein ganz solides Team am Start' SID xms tkWeitere informationen:Europameister Florian Wellbrock geht als großer Hoffnungsträger der deutschen Schwimmer in die Weltmeisterschaft in Südkorea. Als neuer Vorschwimmer sieht sich der 21-Jährige aber noch nicht. 'Ich werde oft gefragt, ob ich jetzt der neue Paul Biedermann bin. Für mich ist das überhaupt nicht relevant', sagte der Magdeburger im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor der am Freitag beginnenden WM.'Ich mache jetzt mein Ding, und wenn ich dann in diese Rolle reinfalle, dann ist das so. Wenn nicht, geht für mich die Welt auch nicht unter', erklärte Wellbrock, der nach seinem EM-Gold im vergangenen Jahr über 1500 m Freistil als größte deutsche Medaillenhoffnung gilt. Nicht nur über 800 und 1500 m im Becken, sondern auch über die olympischen zehn Kilometer im Freiwasser zählt er zu den Favoriten.'Ich mache auf der Tribüne nicht den Hampelmann oder schwinge irgendwelche Reden', sagte Wellbrock: 'Ich hoffe, dass ich so ein Team mit meiner Leistung mitziehen und anspornen kann.' Biedermann, Doppelweltmeister von 2009 und Weltrekordler über 200 und 400 m Freistil, war mit sieben WM- und neun EM-Medaillen der herausragende deutsche Schwimmer.Motivation für den mögliche Doppelcoup im Freiwasser und Becken - auch bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio - zieht Wellbrock aus seinem EM-Triumph von Glasgow. 'Wenn ich total kaputt bin und überhaupt nicht aus dem Bett komme', berichtete er, 'dann schaue ich mir morgens im Bad das Rennen nochmal an und weiß: Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Feuer frei!'

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