Der Tagesspiegel Video
Ein Hoch auf das Baguette
11.05.19

Ein Hoch auf das Baguette

Das Baguette ist aus Frankreich kaum wegzudenken und im Mai wird es bei der 'Fête du Pain' auch gefeiert. Doch das Brot ist bedroht, durch sinkende Verkäufe und fehlenden Bäckernachwuchs. Um es zu schützen, hoffen die Bäcker, dass es bald immate

Außen knusprig, innen luftig - so muss für den Pariser Bäcker Jean-Yves Boullier das perfekte Baguette sein. Seit rund 30 Jahren backt er die weltberühmten Weißbrotstangen. Sein Tag beginnt um 2 Uhr morgens. Bis 5Uhr30 muss der Teig geformt, geteilt und gebacken werden, damit das Brot pünktlich verkauft werden kann. Vorbereitet wird alles bereits am Vortag - denn das ist Boulliers Formel für ein gelungenes Brot.O-Ton Jean-Yves Boullier, Bäcker:'Es braucht viel Zeit, eine langsame Gärung, denn dadurch entsteht der Geschmack. Man bekommt Aromen, die es in Baguettes, die in zwei, drei Stunden gemacht werden, nicht gibt.'Obwohl das Baguette aus Frankreich kaum wegzudenken ist, geht der Verkauf zurück und neue Bäckerlehrlinge sind schwer zu finden. Um das berühmte Brot zu schützen, hoffen die französischen Bäcker, dass es 2021 von der Unesco in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wird.O-Ton Jean-Yves Boullier, Bäcker:'Das wäre eine gute Sache, um unser Baguette zu schützen, unser Handwerk.'Die Deutsche Brotkultur mit seinen mehr als 3000 Sorten wurde übrigens im Jahr 2014 von der nationalen Unesco-Kommission als immaterielles Kulturerbe deklariert.

schließen