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Eine Vogelarmee für den Kreml
15.04.19

Eine Vogelarmee für den Kreml

Über das Machtzentrum in Moskau wacht eine Luftwaffe der besonderen Art: Ein Dutzend Greifvögel beschützt die Denkmäler im Kreml vor Krähen. Diese übertragen ansteckende Krankheiten und zerstören die prachtvollen Goldfliesen am Unesco-Weltkultur

Alpha ist auf der Hut: Der Habicht im Moskauer Kreml gehört zu einer Spezialeinheit, die über Russlands Machtzentrum wacht. Hier geht es weder um Drohnen oder Cyberangriffe, im Visier hat er vielmehr Bedrohungen der gefiederten Art:O-Ton Alexej Wlassow, Falkner der Kreml-Vogelwache:'Wir brauchen die Vogelwache im Kreml, um Krähen zu vertreiben. Sie übertragen gefährliche Krankheiten und stellen eine Bedrohung für die historischen Denkmäler dar, einschließlich der Kuppeln, von denen sie die Goldziegel abkratzen.'Diese Vogelwache gibt es seit 1984, sie besteht aus einem Dutzend Greifvögeln.Die Nachtschicht übernehmen hier Uhus wie Filia.O-Ton Denis Sidogin, Falkner der Kreml-Vogelwache:'Der Uhu ist ein Nachtvogel. Er fliegt völlig lautlos. Er arbeitet nachts, weil es für ihn bequemer ist. Der Uhu weiß, wo sich die Krähen nachts aufhalten. Er taucht plötzlich auf und fängt sie.'Die Kreml-Zitadelle ist seit den Neunzigerjahren Unesco-Weltkulturerbe: In der Festungsanlage hat auch der russische Präsident Wladimir Putin seinen Amtssitz. Die Aufgabe von Alpha und seinen Kameraden ist also von höchster Bedeutung.

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