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Endspiel für FC-Coach Beierlorzer: 'Nur der Erfolg bringt Ruhe'
07.11.19

Endspiel für FC-Coach Beierlorzer: 'Nur der Erfolg bringt Ruhe'

Für Trainer Achim Beierlorzer vom 1. FC Köln ist die Ausgangsposition vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Freitag klar: Siegen oder fliegen!

O-Töne 1-3 Achim Beierlorzer, Trainer 1. FC Köln- 'Ich fokussiere mich genau. Ich bin nicht in der Vergangenheit oder Zukunft unterwegs. Ich bin im Hier und Jetzt.'- 'Dass ich nicht alles lese in dieser Zeit, dass ich oft auch nur Überschriften lese, ich beschäftige mich damit auch nicht, weil es Dinge sind, die ich nicht beeinflussen kann.' - 'Ich habe der Mannschaft gesagt, wir müssen uns noch mehr abschotten. // Nur wir können den Erfolg bringen. Und nur der Erfolg bringt Ruhe.'SID ml jlweitere Informationen:Köln (SID) Achim Beierlorzer war die Anspannung anzumerken. Der 51-Jährige machte auf der Pressekonferenz vor dem richtungweisenden Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen die TSG Hoffenheim, die vielleicht seine vorletzte als verantwortlicher Chefcoach des krisengeplagten Bundesliga-Aufsteigers 1. FC Köln gewesen sein könnte, kein Geheimnis daraus, dass die Situation angesichts der prekären Lage außergewöhnlich ist - trotz aller Versuche der Verdrängung.'Das ist eine Spieltags-Pressekonferenz, ich bin sportlich verantwortlich, ich will mich darauf konzentrieren', bat der Coach die Journalisten darum, auf nachbohrende Fragen zu den turbulenten letzten Tagen zu verzichten.'Wir müssen alles abschütteln und uns auf das nächste Spiel fokussieren. Die Mannschaft ist in der Lage, Hoffenheim zu schlagen', sagte der Franke aus Erlangen, der seit Saisonbeginn bei den Geißböcken als Wunschkandidat von Noch-Manager Armin Veh als Trainer amtiert. 'Wenn wir vier Punkte mehr hätten und im Pokal weitergekommen wären, wäre die Situation eine ganz andere', so der FC-Coach.Die Tatsache ist jedoch: Nach dem 2:3-Pokaldesaster beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken und der 0:2-Derby-Pleite bei Fortuna Düsseldorf muss Beierlorzer um seinen Job bangen. Ein Spiel auf Bewährung haben ihm die Vereinsgremium am vergangenen Dienstag nach stundenlangen Diskussionen zugestanden.Es hieß zwar, dass ihm 'das Vertrauen' ausgesprochen wurde, doch klar ist auch: Beierlorzer muss mit seinem Team siegen, ansonsten kann er sich wohl seine Papiere abholen. 'Dass es im Fußball am Ende auf Ergebnisse ankommt, ist dennoch jedem klar', hatte der FC in seiner Mitteilung ohne Wenn und Aber verkündet.'Ich bin nicht in der Vergangenheit, ich bin im Hier und Jetzt unterwegs. Ich möchte alles investieren, und das möchte auch die Mannschaft', betonte Beierlorzer und nahm die Spieler in die Pflicht: 'Nur die Mannschaft kann den Erfolg bringen, und nur Erfolg bringt Ruhe.'Die Fürsprache von Sport-Geschäftsführer Veh hat wohl dem Fußballlehrer die Chance eröffnet, in seinem 'Endspiel' den Bock umzustoßen. Ansonsten dürfte die bevorstehende Länderspielpause dazu genutzt werden, einen Nachfolger zu finden.Als Tabellen-17. mit mageren sieben Punkten steckt der FC wieder mitten im Abstiegskampf. Die total verunsicherte Mannschaft muss sich gegen die Kraichgauer behaupten, die vier Siege in Folge verbucht und sich nach schwachem Saisonstart in der Tabelle wieder in Reichweite der Europacupplätze verbessert haben.Trotz der prekären Situation spielen allerdings die Geißböcke gegen Hoffenheim kurz vor dem Elften im Elften erstmals in den neuen Karnevalstrikots. Trotz der Kritik stehen die Kölner zu ihren Wurzeln, und der Karneval spielt in der Domstadt eine überragende Rolle.'Die Frage, ob wir in den Karnevalstrikots spielen, stellt sich für mich gar nicht. Wir werden die Tradition beibehalten. Wir haben uns klar dazu bekannt. Karneval ist ein wichtiges Element in unserem Verein', sagte Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle im Express: 'In guten wie in schlechten Zeiten ist das so.' - Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:Köln: Horn - Ehizibue, Bornauw, Czichos, Hector - Skhiri, Verstraete - Schindler, Schaub, Drexler - Terodde. - Trainer: BeierlorzerHoffenheim: Baumann - Akpoguma, Vogt, Hübner - Kaderabek, Rudy, Grillitsch, Rupp, Skov - Locadia, Bebou. - Trainer: SchreuderSchiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)SID rd cp

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