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Flick zu frustrierten DFB-Spielern: 'Ich war begeistert'
20.11.20

Flick zu frustrierten DFB-Spielern: 'Ich war begeistert'

Hansi Flick war auf die Rückkehr seiner frustrierten Nationalspieler zwar 'auch sehr gespannt'. Doch nach dem Training zeigte sich der Trainer von Bayern München 'total begeistert'.

O-Töne 1-3, Hansi Flick, Trainer Bayern München:- „Ich war gespannt, was ich im Training sehe. Und ich muss sagen, ich war begeistert. Das war so nicht zu erwarten. Es war ein absolut gutes Training und wir sind gut vorbereitet auf Bremen.“ - über Gegner Werder Bremen: „Sie haben ihre Nationalspieler bis auf zwei nicht abgegeben. Sie konnten sich zwei Wochen auf uns vorbereiten. Die Mannschaft wird uns das Leben schwer machen. Sie waren im letzten Duell gegen uns sehr kompakt und haben schnell umgeschalten. So erwarten wir sie morgen auch.“ - über die Zukunft in der Innenverteidigung ohne Alaba und Boateng: „Ich bin mit Hasan Salihamidzic im Austausch. Wir machen uns Gedanken über die Zukunft. Jetzt sind sie aber noch Spieler vom FC Bayern und ich plane mit ihnen.“SID xhw tkweitere Informationen:(SID) Aufbauarbeit? Von wegen! Hansi Flick war auf die Rückkehr seiner frustrierten Nationalspieler zwar 'auch sehr gespannt'. Doch nach dem Training am Freitag mit den hart kritisierten Stars Manuel Neuer, Serge Gnabry, Leroy Sane, Niklas Süle und Leon Goretzka zeigte sich der Trainer von Bayern München 'total begeistert. Alle waren vom ersten Moment an da, das war in dieser Form nicht zu erwarten', sagte Flick mit einem Lächeln.Offenbar wirkt die 0:6-Klatsche der Nationalmannschaft in Spanien zumindest bei den beteiligten Bayern-Profis nicht allzu sehr nach. 'Wir sind gut vorbereitet', betonte der Bayern-Coach vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Lieblingsgegner Werder Bremen.Im 109. Vergleich gegen den einstigen Nordrivalen - so viele Spiele zwischen zwei Klubs gab es in der Liga bisher noch nicht - winkt dem Triple-Gewinner der 23. (!) Pflichtspielsieg in Folge. Zuletzt hatten die Bayern 2010 gegen Werder nicht gewonnen. Da war Louis van Gaal noch Trainer in München, Thomas Schaaf stand bei Werder in der Verantwortung.Auch die 'sportliche Situation' habe sich seit damals 'deutlich verändert. Damals waren wir am Bayern-Level näher dran', sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann vor dem Spiel gegen den übermächtigen Tabellenführer.Inzwischen trennen die beiden Kontrahenten Lichtjahre. Deshalb ist die Hoffnung auf ein Ende der schwarzen Serie auch bei Werder-Trainer Florian Kohfeldt nicht allzu groß. 'Die Bayern könnten unter jeglichen Umständen eine Top-Leistung bringen. Sie spielen komplett in einer anderen Liga', sagte der 38-Jährige mit Blick auf mögliche Nachwirkungen bei den Bayern durch das Länderspiel.Glaubt man Flick, gibt es diese Nachwehen ohnehin nicht. Er fordert erneut einen Auftritt wie zuletzt beim 3:2 im Spitzenspiel in Dortmund. 'Das Spiel hat gezeigt, welche Qualität und Mentalität wir haben. Das will ich auch sehen', sagte er.Allerdings muss Flick auf seine Defensivzentrale im Mittelfeld verzichten. Joshua Kimmich verletzte sich gegen den BVB, Weltmeister Corentin Tolisso kehrte mit muskulären Problemen von der französischen Nationalmannschaft zurück.Auch wenn gerade Kimmich als Antreiber und Wortführer fehlt, Sorgen bereitet dies Flick kaum. Wenn man einen Thomas Müller in der Mannschaft habe, 'dann hat man sowieso Probleme, die anderen zu hören', sagte er mit einem Schmunzeln. Zudem gebe es für die Ansagen auf dem Platz ja auch noch Kapitän Neuer und Abwehrchef David Alaba.Der Österreicher kehrte ebenso wie Torjäger Robert Lewandowski ohne Blessuren von den Nations-League-Spielen zurück. Auch das war für Flick am Freitag eine gute Botschaft, zumal der Stress in den kommenden Wochen nicht weniger wird. Bereits am kommenden Mittwoch steht in der Champions League das Gruppenspiel gegen Salzburg auf dem Programm. Ein Sieg zuvor gegen Werder würde auch bei der Frustbewältigung der DFB-Stars um Neuer helfen.

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