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Für Cannes ist das Filmfestival eine Goldgrube
13.05.19

Für Cannes ist das Filmfestival eine Goldgrube

Cannes an der südfranzösischen Cote d'Azur ist Schauplatz des weltberühmten Filmfestivals. Etwa 40.000 Filmschaffende, Journalisten und natürlich zahlreiche Schaulustige strömen dann in die Stadt. Eine Goldmine für Hoteliers und Gastronomen.

Cannes an der südfranzösischen Cote d'Azur, Tummelplatz der Reichen - und natürlich Schauplatz des mondänen alljährlichen Filmfestivals. Etwa 40.000 Filmschaffende, Journalisten und natürlich zahlreiche Schaulustige strömen dann in die Stadt. Für die gut 130 ortsansässigen Hotels eine wahre Goldmine, bis zu 15 Prozent ihres Jahresumsatzes erwirtschaften sie in den 12 Tagen des Festivals. Die Preise steigen dann um ein Vielfaches - ein einfaches Zwei-Sterne-Zimmer kann dann auch schon einmal mehr als 250 Euro die Nacht kosten. Auch Privatleute vermieten ihre Wohnungen oder Zimmer.O-Ton David Lisnard, Bürgermeister von Cannes:'Viele Bewohner profitieren direkt oder indirekt von Veranstaltungen in Cannes, wobei das Filmfestival die Speerspitze darstellt. Ich glaube, diese ökonomische und soziale Realität ist den Menschen bewusst.'In der Gastronomie herrscht Hochbetrieb: Der Champagner fließt in Strömen, mehrere tausend Tonnen Hummer werden verzehrt. Für die Beschäftigten eine Tour de Force.O-Ton Pascal Hamard, betreibt ein Restaurant.'Eigentlich schließen wir das ganze Jahr nicht, aber nach dem Festival machen wir für drei Tage zu, weil wir alle ausgelaugt sind. Ich sage immer, bestellt mir schon einmal ein Bett im Krankenhaus. Zum Schluss laufen wir alle auf den Knien. Aber es ist schon außergewöhnlich: Fast 5000 Gedecke in elf Tagen, das gibt es nur beim Festival.'Doch der Zenit scheint überschritten, hat der Gastronom beobachtet: Seit einigen Jahren müssen auch die Festivalbesucher stärker auf ihr Budget achten.

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