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Giftanschlag auf Ex-Spion: Britisches Militär hilft der Polizei
09.03.18

Giftanschlag auf Ex-Spion: Britisches Militär hilft der Polizei

Nach dem Nervengift-Anschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in Großbritannien soll nun auch das Militär zum Einsatz kommen. Der 66-jährige Sergej Skripal schwebt weiter in Lebensgefahr.

Salisbury in Großbritannien. Nach dem Nervengift-Anschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten hat die Polizei den Absperrbereich um den Tatort noch einmal erweitert. Außerdem soll das Militär beim Einsatz helfen. Diese Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie der 66-Jährige wenige Tage zuvor noch in einem Kiosk einkauft. Die Ladenbesitzerin kann immer noch nicht fassen, was passiert ist.O-Ton Ebru Ozturk, Ladenbesitzerin:'Als das Wort 'Spion' fiel, war ich ein bisschen geschockt. So ein netter Mann - wie kann er ein Spion sein? Er sieht aus wie ein netter Opa, er ist in Rente, lebt ohne seine Tochter, ist alleinstehend.'Am Sonntag waren Sergej Skripal und seine Tochter Julia bewusstlos vor einem Einkaufszentrum aufgefunden worden. Beide befinden sich immer noch in einem kritischen Zustand. Skripal schwebt in Lebensgefahr. Etwa 20 weitere Menschen wurden bislang ärztlich behandelt. Vorwürfe, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte, weist der russische Außenminister Sergej Lawrow erneut zurück. Dies sei 'Propaganda'. Welche Substanz zum Einsatz kam, ist weiter unklar. In einem Labor nahe Salisbury soll der Giftstoff nun offenbar untersucht werden.Die Ermittler interessieren sich außerdem für die Umstände des Todes von Skripals Frau 2012 und die seines Sohnes 2017.

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