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Globale Erwärmung
06.12.19

Globale Erwärmung

Die Klimabewegung 'Fridays for Future' hat zu Protesten in Madrid aufgerufen. Die Kundgebungen in der spanischen Hauptstadt finden am Rande der Weltklimakonferenz statt, die am Montag von UN-Generalsekretär António Guterres eröffnet wurde.

Einst war die globale Erwärmung ein natürlicher Prozess.Die Erdatmosphäre besteht aus Gasen, von denen einige Infrarot-Strahlung absorbieren. Dabei fangen sie die Wärme der Sonne ab und bilden daraus einen Wärmeschild um den Planeten.Ohne diesen sogenannten Treibhaus-Effekt, lägen die Temperaturen bei Minus 18 Grad und es gäbe so gut wie kein Leben auf der Erde.Der Wärmeprozess geriet jedoch aus den Fugen, als die Menge an Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxid ihren höchsten Stand seit 800.000 Jahren erreicht hat. In den letzten 130 Jahren ist die globale Durchschnitttemperatur um 0,85 Grad Celsius gestiegen. Hält dieser Trend an, könnten es in 80 Jahren schon vier Grad sein.Wissenschaftler sind sich einig, dass die Menschen das Klima maßgeblich beeinflussen:- durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe- intensive Landwirtschaft, die allein für fast 12 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist- und durch die Abholzung der Wälder, die für den Abbau von Kohlenstoffdioxid wesentlich sind.Und die Klimaveränderungen machen sich bei uns schon bemerkbar. Es gibt- lang anhaltende Dürreperioden- starke Fluten- der Meeresspiegel steigt- die Meere versauern- und ganze Tierarten sterben ausKlimaexperten der Vereinten Nationen warnen vor verheerenden und irreversiblen Konsequenzen, wenn die Erderwärmung nicht schnell und strikt eingedämmt wird.

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