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Grindel-Nachfolge? Das ist Ute Groth
14.05.19

Grindel-Nachfolge? Das ist Ute Groth

Direkt, ehrlich, uneitel, konstruktiv: Ute Groth stellt mit ihrer aufsehenerregenden Kandidatur für die DFB-Präsidentschaft die aktuellen Strukturen des DFB infrage. Wer ist die Frau, die sich als Nachfolgerin von Reiner Grindel bewirbt und doch

Sie könnte für ein Novum im Deutschen Fußball sorgen. Ute Groth, Vorsitzende der DJK TuSA 06 Düsseldorf, kandidiert offiziell für den vakanten Posten als DFB-Präsident*in. Mit ihrer Bewerbung stellt die 60-Jährige die aktuellen Strukturen des DFB infrage. O-Ton Groth: „Dieses äußere Erscheinungsbild ist so grottenschlecht, die müssen sich Gedanken machen. In dem Moment, wo jetzt einer von außen sagt „Guckt mal über den Tellerrand!“, muss da sicherlich ein Umdenken stattfinden. Die können nicht so weitermachen wie bisher und wenn das schon der Erfolg dieser Bewerbung ist, dann haben wir viel gewonnen. Dann sehe ich den Fußball auf dem guten Weg.“ Groth, die in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist, möchte als erste Frau an der Spitze in der 119-jährigen Verbandsgeschichte zahlreiche Reformen beim DFB angehen.O-Ton Groth: „Dass die Strukturen für alle offensichtlicher, transparenter und durchschaubar werden. Der Fokus muss sich viel mehr auf die Amateurvereine richten, die jetzt schon gute Arbeit leisten. Das kommt aber überhaupt nicht mehr zum Vorschein, weil alles unter diesem Klüngel ganz oben verschwindet. Wenn man da mehr Aufmerksamkeit drauf lenkt, dann finde ich das richtig gut.“ Auch wenn Ute Groth sich mit 40 Prozent nicht allzu hohen Chancen ausrechnet, ihr Heimatverein setzt große Hoffnung in seine Vorsitzende. O-Ton: Nurettin Yavuz: „Sie kommt von der Basis. Das ist mal eine andere Ausgangssituation als bei den vorherigen Präsidenten. Ich finde, das würde allen ganz gut tun.“O-Ton Melanie Dornbusch: „ Ich finde es gut. Wir haben so viele Damen- und Mädchenmannschaften. Oben im DFB müsste auch mal eine Frau kandidieren.Ob ihr Weg nun an die DFB-Spitze führt oder nicht, dank ihrer Bewerbung hat Ute Groth die Chance bekommen, unliebsame Missstände beim DFB offen anzusprechen – und klingt dabei bemerkenswert selbstlos: O-Ton Groth: „Ich habe gar nicht mit meiner Bewerbung beabsichtigt, dass ich es werde - die Chancen sind ja relativ gering, und auch nicht, dass es eine Frau wird. Mir ist wichtig, dass es jemand anderes macht.“SID xad ek

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