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Hunde erschnüffeln Wilderer in Kenia
26.03.18

Hunde erschnüffeln Wilderer in Kenia

Im Massai-Mara-Naturschutzgebiet im Süden Kenias gab es früher große Probleme mit Wilderern, die Gnus erlegten und nebenbei auch mal Touristen ausraubten. Doch seit Hunde den Parkschützern beim Aufspüren der Wilderer helfen, ist die Zahl solcher

'Shakaria' ist zwar erst fünf Monate alt, doch die Hündin steckt schon mitten in der Ausbildung. Sie soll später Wilderer in der Savanne im Südwesten Kenias aufspüren. Vier weitere Artgenossen werden in dem Nationalpark gerade als Spürhunde ausgebildet.O-Ton Linda Porter, Hundetrainerin:'Hunde sind umtriebig. Sie fressen gern. Sie spielen gern. Aber das Entscheidende ist ihre genetische Veranlagung. Und ihr Antrieb. Sie müssen den richtigen Antrieb für diese Arbeit haben.'Auf der Großen Tierwanderung ziehen hier jedes Jahr mehr als eine Million Gnus und zehntausende andere Tiere über die Grenze von Tansania nach Kenia. Das zieht Touristen an, aber auch Wilderer, die die Tiere mit Schlingen fangen oder in Täler treiben, wo sie sie mit Macheten töten. Ihr Fleisch wird nach Uganda und Ruanda exportiert. Die Hunde-Einheit hat 2009 ihre Arbeit aufgenommen, damals verfügte sie nur über zwei Hunde. Inzwischen gibt es sogar Tiere, die auf das Erschnüffeln von Elfenbein und Waffen spezialisiert sind. O-Ton Asuka Takita, Gründerin der Hunde-Einheit:'Es gibt noch viel Arbeit, aber immerhin haben wir 4000 Wilderer in den vergangenen 18 Jahren aufgespürt. Das zeigt schon, wie viel Arbeit wir da hineinstecken. Ohne uns hätten tausende Tiere nicht überlebt.'Die verbesserte Sicherheitslage kommt auch den Touristen zugute. Früher wurden hier regelmäßig Ausländer ausgeraubt. Doch nun arbeiten die Parkschützer mit den Dorfbewohnern zusammen, und die Straftaten sind stark zurückgegangen.

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