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Infantino boxt neue Klub-WM durch - Mega-WM wohl schon in Katar
15.03.19

Infantino boxt neue Klub-WM durch - Mega-WM wohl schon in Katar

Gianni Infantino hat trotz des Gegenwindes aus Europa die Reform der Klub-WM durchgesetzt, welche erstmals 2021 stattfinden soll. Auch die Aufstockung der Fußball-WM 2022 in Katar ist auf den Weg gebracht.

O-Töne 1-3 Gianni Infantino, FIFA-Präsident„Ich bin heute sehr glücklich, dass das Council diese Entscheidung getroffen hat, 2021 mit einer neuen Klub-Weltmeisterschaft zu starten. Diese soll im Zeitraum des Confederations Cup stattfinden.'- 'In zweieinhalb Jahren wird die Welt eine echte Klub-WM erleben, bei der die besten Vereine den Klub-Weltmeister ausspielen werden.'„Wenn wir das Teilnehmerfeld auf 48 Mannschaften vergrößern würden, was wir im Juni entscheiden, ist klar, dass einige Spiele in den Nachbarländern Katars stattfinden müssten. Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern aus Katar einen diesbezüglichen Vorschlag unterbreiten. Wir alle kennen natürlich die Situation in der Golfregion. Aber wir sind in der glücklichen Lage, im Fußballgeschäft zu sein. Und wenn man im Fußballgeschäft ist, muss man sich nur um den Fußball kümmern.'SID xlc tkWeitere Informationen:Miami (SID) Nach dreieinhalb Stunden im abgeschotteten Businessbereich des luxuriösen Ritz-Carlton-Hotels setzte Gianni Infantino sein Siegerlächeln auf. Gegen den heftigen Widerstand aus Europa hat das Council des Fußball-Weltverbands FIFA die Reform der Klub-WM beschlossen - selbst die Boykottdrohung der Spitzenklubs blieb wirkungslos. Auch die Aufstockung der WM 2022 in Katar, ein weiteres Lieblingsprojekt des FIFA-Präsidenten, ist einen großen Schritt weiter.'Sie sehen einen glücklichen FIFA-Präsidenten', sagte Infantino, der sich trotz allem 'nicht im Krieg' mit der UEFA sieht: 'Ich bin immer glücklich, aber heute besonders. Nicht für mich, sondern für den Weltfußball. Wir haben einige wichtige Beschlüsse gefasst.'Das Council um DFB-Präsident Reinhard Grindel traf in Miami die bedeutende Grundsatzentscheidung für die 'Mega'-Endrunde in dreieinhalb Jahren. Wird ein passender Co-Gastgeber in der momentan allerdings krisengeschüttelten Region gefunden, soll der FIFA-Kongress im Juni die Aufstockung absegnen. Die FIFA-Administration wird nun zusammen mit dem katarischen WM-Organisationskomitee eine Beschlussvorlage erstellen.Als Ausrichter einiger der dann 80 WM-Spiele kommen geographisch vor allem die Nachbarn (Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) infrage, die sich mit Katar seit 2017 aber in einer Art kaltem Krieg befinden. Die wirtschaftliche und politische Blockade gegen das Emirat müsste spätestens bis 2022 garantiert aufgehoben sein. Neutrale Partner in der Region wären aktuell Kuwait und Oman.Grindel bleibt deshalb noch skeptisch. 'Nach meinem Eindruck führt die politische Lage dazu, dass es nicht absehbar ist, ob sich die Länder der Golfregion auf eine Erweiterung verständigen, die dann von der FIFA mitgetragen wird', sagte der 57-Jährige. Infantino hingegen betonte, dass 'wir in der glücklichen Position sind, uns mit Fußball zu beschäftigen.'Die XXL-Endrunde könnte laut der dem Council vorgestellten Machbarkeitsstudie im gleichen Zeitraum gespielt werden (21. November bis zum 18. Dezember 2022). Ursprünglich sollte erst die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit 48 statt 32 Mannschaften ausgerichtet werden. Infantino hatte in den vergangenen Monaten aber massiv für die frühere Aufstockung geworben, die zuletzt auch kaum mehr Gegner hatte. 'Das dürfen wir nicht nur durch die deutsche Brille sehen', sagte Grindel.Die europäische Sicht auf die Reform der Klub-WM war klar negativ - die sieben UEFA-Delegierten stimmten gegen die Reform. Noch im Laufe der Council-Sitzung hatte die Klub-Vereinigung ECA bestätigt, dass die europäischen Spitzenklubs 2021 zum Boykott aufrufen wollen. 'Ich gehe davon aus, dass es weitere Gespräche geben wird', sagte Grindel: 'Es ist wichtig, auch die Interessen der Vereine in den Blick zu nehmen.'Das, erklärte Infantino, sei aber geschehen. 'Ich werde das nicht anheizen', sagte der Schweizer: 'Ich verstehe die Position der UEFA. In Europa ist die Lage mit den Ligen und den Klubs komplizierter als anderswo. Wir sind aber im Fußball, nicht im Krieg. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir mit der UEFA und den europäischen Klubs gut zusammenarbeiten können.'Das Turnier soll vom 17. Juni bis zum 4. Juli 2021 gespielt und dann alle vier Jahre ausgetragen werden. Der Ausrichter steht noch nicht fest, der Confed Cup wird dafür gestrichen. Die UEFA soll acht Klubs entsenden. Aus Deutschland dürfte (wen nicht boykottiert wird) Bayern München die besten Chancen auf eine Einladung haben - den Teilnehmern könnten Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe winken.Laut den Council-Dokumenten werden neben den acht Europäern jeweils drei Vereine aus Asien, Afrika sowie der Region Nord- und Mittelamerika/Karibik teilnehmen. Südamerika bekommt sechs Startplätze, die ozeanische Konförderation einen. Außer der UEFA hatten sich alle Kontinentalverbände im Vorfeld für die Reform ausgesprochen.SID mj as

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