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Island boomt zehn Jahre nach der Finanzkrise
12.09.18

Island boomt zehn Jahre nach der Finanzkrise

Vor zehn Jahren stand Island wegen der Finanzkrise knapp vor dem Ruin. 2011 fand das Land zum Wachstum zurück - seitdem erlebt es ein regelrechtes Wirtschaftswunder, unter anderem dank staatlicher Investitionen und eines Tourismusbooms.

Es wird eifrig gebaut in Reykjavik. Der isländischen Wirtschaft geht es prächtig. Anders als noch vor zehn Jahren, als das Land knapp vor dem Ruin stand.Bis zur Krise 2008 war der Finanzsektor eine treibende Kraft der isländischen Wirtschaft. Dann kam der Crash.O-Ton Stefán Pétursson, Arion-Bank:'2008 hätten wir nicht gedacht, dass Island zehn Jahre nach der Krise ein solides Wirtschaftswachstum, wenig Inflation und sehr wenig Arbeitslosigkeit hat, dass alle Wirtschaftsindikatoren im grünen Bereich sind und das wirtschaftliche Umfeld so gut wie nie zuvor ist.'Ein Viertel der Isländer verloren ihre Ersparnisse, viele wanderten aus. Am Rande der Pleite führte die Regierung Kapitalverkehrskontrollen ein, übernahm die Kontrolle über die meistverschuldeten Banken und bat den Internationalen Währungsfonds um Hilfe.O-Ton Már Gudmundsson, Gouverneur Zentralbank Islands:'Wir haben Vorschriften und neue Instrumente eingeführt, die es unmöglich machen, ein solches Bankensystem wieder aufzubauen, solange diese Werkzeuge angewendet werden.'2011 fand das Land zum Wachstum zurück. Seitdem erlebt Island ein regelrechtes Wirtschaftswunder, unter anderem dank staatlicher Investitionen und eines Tourismusbooms. Eine dänische Bank kürte den Inselstaat sogar jüngst zum Wirtschaftsweltmeister.

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