Der Tagesspiegel Video
Katzen-Asyl in syrischer Rebellen-Hochburg
08.08.18

Katzen-Asyl in syrischer Rebellen-Hochburg

In der syrischen Provinz Aleppo betreibt Mohammed Alaa al-Dschalil ein Asyl und eine Klinik für Katzen. Seit Anfang 2017 hat er mehrere hundert Tiere aufgenommen. Für ihn ist der achtsame Umgang mit den Tieren auch ein Zeichen der Menschlichkei

Mohammed Alaa al-Dschalil liebt Katzen und Katzen lieben ihn. Mitten im Bürgerkriegsland Syrien betreibt er ein Asyl und eine Klinik für die Vierbeiner, in der von Rebellen gehaltenen Stadt Kafr Naha in der Provinz Aleppo.Früher war er Elektriker in der gleichnamigen Stadt; als der Krieg ausbrach arbeitete er als Krankenwagenfahrer in der Rebellenhochburg, und immer hat er sich nebenher um verwaiste Katzen gekümmert. Schon im belagerten Aleppo unterhielt er mit Hilfe von Spenden ein Asyl für Katzen, deren Besitzer aus der Stadt geflohen waren. O-Ton Mohammed Alaa al-Dschalil, Katzenfreund:'Ich lebe in einem Land, das sich im Krieg befindet. Und ich habe das erste Katzenasyl in Syrien gegründet. Im Westen kommt das gut an, es zeigt, das auch wir gute Menschen sind, friedlich, mit einem guten Herz.'Auch sein neues Katzenasyl wird durch Spenden finanziert, in den sozialen Netzwerken hat Dschalil viele Follower. So kann er sogar eine tierärztliche Praxis unterhalten, eine Seltenheit in der Region.O-Ton Mohammed Jusuf, Tierarzt:'Wir haben viele verwundete Tiere, wegen des willkürlichen Beschusses von zivilen Wohngegenden. Viele Haustiere werden hierher gebracht, Hunde, Katzen, Kühe und Schafe. All diese Tiere behandeln wir wegen ihrer Kriegsverletzungen.'Auch das Katzenasyl wurde schon beschossen, unlängst wurde ein Junge ganz in der Nähe getroffen, als gerade ein Kinderfest in dem Tierheim stattfinden sollte.

schließen