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Kudamm-Raser erneut vor Berliner Landgericht
14.08.18

Kudamm-Raser erneut vor Berliner Landgericht

2017 wurden zwei Männer in Berlin wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie hatten bei einem Autorennen auf dem Kurfürstendamm das Auto eines Unbeteiligten gerammt, der daraufhin starb. Doch der Bundesgerichtshof hob das Berliner Urteil

Zum zweiten Mal beschäftigt sich das Berliner Landgericht mit dem Kudamm-Raser-Fall. Die mittlerweile 26 und 29 Jahre alten Angeklagten müssen sich erneut für den Tod eines Unbeteiligten bei einem Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm vor Gericht verantworten. 2016 waren sie nachts mit bis zu 170 Stundenkilometern über die Berliner Einkaufsstraße gerast. Einer der beiden erfasste den Wagen eines 69-Jährigen, der noch am Unfallort starb. 2017 waren die Raser dafür wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf, weil die Richter keinen Tötungsvorsatz erkannten.Doch auch die jetzige Anklage der Staatsanwaltschaft in Berlin lautet auf Mord.O-Ton Peter Zuriel, Verteidiger:'Wir hoffen für den Prozess, dass die Verurteilung wegen Totschlages, wegen Mordes aufgehoben wird und wir nur wegen Fahrlässigkeit eine Verurteilung kriegen.'Wegen der andauernden Untersuchungshaft der Angeklagten stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag. Für den Prozess sind zunächst 19 Verhandlungstage angesetzt.

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