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Madeira: Verletzte vor Rücktransport nach Deutschland
19.04.19

Madeira: Verletzte vor Rücktransport nach Deutschland

Nach dem tragischen Busunfall auf der Ferieninsel Madeira mit zahlreichen deutschen Todesopfern hat nun auch der portugiesische Präsident die Unglückstelle besucht. Derweil bemüht sich die Bundesregierung um die Rückholung deutscher Verletzter.

Nach dem tragischen Busunfall auf der Ferieninsel Madeira mit zahlreichen deutschen Todesopfern hat nun auch der portugiesische Präsident die Unglückstelle im Dorf Caniso besucht.O-Ton Marcelo Rebelo de Sousa, portugiesischer Präsident:'Ich bin heute hier, um zu erfahren, was genau hier vor sich geht und um den Toten Respekt zu zollen und meine Solidarität, Dankbarkeit und Entschlossenheit zu bekunden.'Zuvor hatte bereits Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Stelle, an der der Fahrer aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Bus verlor, besucht. Der Reisebus war eine Böschung hinabgestürzt und in ein Haus gekracht. 29 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, weitere 27 wurden verletzt, darunter auch Deutsche. Die Bundesregierung bemüht sich derzeit um deren Rückholung. Ein Evakuierungsflugzeug der Bundeswehr sei bereitgestellt worden, teilte das Auswärtige Amt mit.O-Ton Miguel Reis, Krankenhaus-Vize-Direktor:'Wir setzen Medikamente ein, die wir gestern erhalten haben. Außerdem prüfen wir, welche Patienten transportfähig sind. Wenn diese Beurteilung abgeschlossen ist, wird das verantwortliche Ministerium die Ankunft der Maschinen organisieren.'In Madeiras Hauptstadt Funchal fand indes ein Trauergottesdienst für die Todesopfer statt. Portugals Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

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