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NHL: Vorfreude auf Kahun, Rat für Kühnhackl, Hoffnung für Rieder
03.10.18

NHL: Vorfreude auf Kahun, Rat für Kühnhackl, Hoffnung für Rieder

Zum Saisonauftakt der NHL gehen auch viele deutsche Nationalspieler in der stärksten Eishockeyliga der Welt an den Start. Bundestrainer Marco Sturm freut sich vor allem auf das NHL-Debüt von Dominik Kahun bei den Chicago Blackhawks.

O-Töne 1-3 Marco Sturm, Eishockey-Bundestrainer- zu Dominik Kahun:'Wir wissen, dass Dominik ein spezieller Eishockeyspieler ist, und das hat er auch in Chicago unter Beweis gestellt.'- zu Tom Kühnhackl:'Es war schon überraschend, dass er auf der Waiverliste stand.'zu Tobias Rieder:'Er ist in eine junge hungrige Mannschaft gekommen, wo er sich noch mal beweisen kann.'SID xam ekWeitere Informationen:München, 03. Oktober (SID) - In der Nacht auf Donnerstag beginnt die neue Saison in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Leon Draisaitl hat mit den Edmonton Oilers einiges gutzumachen und will gemeinsam mit Tobias Rieder wieder eine maßgebliche Rolle in den Play-offs spielen. Nach Olympia-Silber in Pyeongchang hat sich Dominik Kahun mit einer tollen Vorbereitung in das Team der Chicago Blackhawks gekämpft.Als Stanley-Cup-Sieger mit Washington strebt Torhüter Philipp Grubauer nun nach dem Nummer-Eins-Posten bei der Colorado Avalanche. Der zweimalige Cup-Sieger Tom Kühnhackl muss um seinen Platz bei den New York Islanders zittern, bei Routinier Dennis Seidenberg geht die NHL-Karriere wohl dem Ende entgegen.Die 82 Spiele der Hauptrunde werden vom 3. Oktober 2018 bis zum 6. April 2019 ausgetragen. Der Start in die Play-offs um den Stanley Cup erfolgt einige Tage danach. Titelverteidiger sind die Washington Capitals um ihren russischen Star Alexander Owetschkin.Insgesamt stehen zum Saisonstart sechs deutsche Profis in den NHL-Aufgeboten, einige andere wie die Silberhelden Yasin Ehliz und Brooks Macek müssen sich in der American Hockey League (AHL) empfehlen. Der Sport-Informations-Dienst (SID) stellt die deutschen Profis in einer Übersicht vor:Leon Draisaitl (22 Jahre/Edmonton Oilers): Der deutsche Topstar soll bei den Oilers weiter in eine Führungsrolle hineinwachsen und das Team an der Seite des kanadischen Superstars Connor McDavid zurück in die Play-offs bringen. Die vergangene Saison war für ihn gut, aber für das Team insgesamt miserabel gelaufen. Tobias Rieder (25/Edmonton Oilers): Die Stärke des Landshuters ist das Zwei-Wege-Spiel. Mit seiner enormen Geschwindigkeit ist er in Offensive und Defensive gleichermaßen wertvoll. Das letzte Spieljahr war für ihn wechselhaft. Bei den Oilers hofft er auf einen überzeugenden Neustart, er könnte in einer der ersten beiden Sturmreihen beginnen.Philipp Grubauer (26/Colorado Avalanche): Seine bisher erfolgreichste Saison krönte der Rosenheimer in Washington mit dem Cupgewinn, nach dem Wechsel zur Avalanche will Grubauer nun in Denver den Schritt von einem der besten NHL-Ersatztorhüter zur Nummer eins vollziehen. Der Russe Semjon Warlamow ist sein Konkurrent.Dominik Kahun (23/Chicago Blackhawks): Nach drei Meisterschaften mit Red Bull München und dem Olympia-Coup in Südkorea wagte der glänzende Techniker den Sprung nach Übersee. Kahun überzeugte in der Vorbereitung so sehr, dass er wohl in einer Reihe mit dem zweimaligen Olympiasieger und Kapitän Jonathan Toews auflaufen darf. 'Dominik ist sehr schnell und macht verschiedene Sachen wie kein anderer. Er hat es drauf', lobte Bundestrainer Marco Sturm.Tom Kühnhackl (26/New York Islanders): Von seinem Abgang bei den Pittsburgh Penguins erhoffte sich der zweimaligen Stanley-Cup-Sieger wesentlich mehr. Der Flügelstürmer spekulierte auf eine offensivere Rolle bei den Islanders, stattdessen könnte der Wechsel ein Reinfall werden. Im Moment ist der Sohn von Erich Kühnhackl wohl nur Ersatz. 'Das ist für mich überraschend, aber er muss positiv bleiben, es kann in dem Business schnell gehen', sagte Sturm.Thomas Greiss (32/New York Islanders): Der Goalie hat eine äußerst dürftige Saison hinter sich und duelliert sich mit dem Schweden Robin Lehner um Spielanteile im Tor der Islanders. Weder Lehner noch der Füssener waren in der Vorbereitung frei von Fehlern und müssen sich steigern, um ihrem Team eine Chance auf die Play-offs zu geben.Dennis Seidenberg (37/New York Islanders/ohne Vertrag): Die lange NHL-Karriere des Schwarzwälders, der 2011 mit Boston den Stanley Cup holte, steht vor dem Ende. Der Verteidiger hat sich bisher nicht für einen neues Engagement bei den Islanders empfehlen können, bleibt dort aber vorläufig Trainingsgast.Korbinian Holzer (30/Anaheim Ducks/verletzt): Nach einer Operation am Handgelenk fehlt der Münchner noch etwa vier Monate. Dass es danach für den Verteidiger einen Platz bei den Ducks gibt, ist eher unwahrscheinlich. Nach der Saison endet sein Vertrag, es könnte das Ende seines NHL-Traums sein.Yasin Ehliz (25/Stockton Heat/AHL) und Brooks Macek (26/Chicago Wolves/AHL): Die beiden Stürmer hatten sich vor allem bei Olympia für einen NHL-Vertrag empfohlen, merken aber gerade, wie hart der Konkurrenzkampf in Nordamerika ist. Ehliz wurde von den Calgary Flames ebenso wie Macek von den Vegas Golden Knights zunächst ins Reserveteam geschickt.Manuel Wiederer (21/San Jose Barracuda/AHL) und Maximilian Kammerer (22/Hershey Bears/AHL): Auch die beiden Youngster müssen sich zunächst im NHL-Unterhaus bewähren. Wie

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