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Prozess gegen sieben Loveparade-Beschuldigte eingestellt
06.02.19

Prozess gegen sieben Loveparade-Beschuldigte eingestellt

Das Landgericht Duisburg hat das Verfahren um die Loveparade-Katastrophe gegen sieben der zehn Angeklagten wegen geringer Schuld eingestellt. Gegen drei weitere Beschuldigte wird der Prozess fortgesetzt. Sie wollten einer Einstellung gegen Zahlu

Tiefer Einschnitt im Strafprozess um die Loveparade-Tragödie: Das Landgericht Duisburg hat das Verfahren gegen sieben der zehn Angeklagten wegen geringer Schuld eingestellt. Sie müssen keinen Geldbetrag zahlen und es besteht weiterhin die Unschuldsvermutung für sie. Gegen drei weitere Beschuldigte wird der Prozess fortgesetzt. Die Entscheidung hatte sich bereits am Dienstag abgezeichnet.Angeklagt waren sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters. Das Gericht hatte ursprünglich vorgeschlagen, das Verfahren gegen alle zehn einzustellen. Bei sieben Angeklagten sollte das ohne Auflagen erfolgen, bei den drei übrigen mit Geldauflagen. Die drei beschuldigten Mitarbeiter des Veranstalters stimmten der Einstellung des Verfahrens aber nicht zu. Sie hätten Geldauflagen von jeweils rund 10.000 Euro erhalten sollen. Bei der Duisburger Loveparade waren am 24. Juli 2010 in einem Gedränge 21 Menschen getötet worden, mehr als 650 weitere wurden verletzt.

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