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Rangnick zum 'Dosen-Duell': 'Viel Brisanz und Feuer'
31.08.18

Rangnick zum 'Dosen-Duell': 'Viel Brisanz und Feuer'

Nach dem Last-Minute-Sieg im Play-off für die Europa League folgte für RB Leipzig der nächste Aufreger: Ausgerechnet Bruderklub Red Bull Salzburg wurde als Vorrunden-Gegner ausgelost.

O-Töne 1-3 Ralf Rangnick, Trainer RB Leipzig'Sicherlich eine schwierige, aber auch interessante Gruppe. Das Auswärtsspiel in Salzburg wird sowieso ein spezielles Spiel.''Für uns ist es quasi ein Derby. Da steckt viel Brisanz und Feuer drin.''Viel spannender, interessanter und attraktiver hätte man sich so eine Gruppe gar nicht ausdenken können.'SID xam ig Weitere Informationen:Monaco/Leipzig (SID) Als das Dosen-Duell mit Geschmäckle um 13.30 Uhr feststand, ging ein Raunen durch das Grimaldi Forum von Monaco. RB Leipzig trifft in der Gruppenphase der Europa League auf den kleinen Bruder Red Bull Salzburg, der direkt nach der Auslosung twitterte: 'Kein Scherz'. Für Kritiker ist das direkte Duell im Europapokal aber ein schlechter Witz.Beide Vereine haben den gleichen Geldgeber, zudem sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Spieler wie Marcel Sabitzer von Salzburg nach Leipzig gewechselt. RB-Trainer Ralf Rangnick versuchte, Verschwörungs-Anhängern sofort den Wind aus den Segeln zu nehmen. 'Um den Wettbewerb braucht sich keiner Sorgen zu machen. Da wird so viel Brisanz und Feuer drin sein wie in keinem anderen Spiel', sagte Rangnick: 'Das ist für uns so etwas wie ein Derby. Jeder will beweisen, dass er der Bessere ist.'Rangnick, der von 2012 bis 2015 parallel auch als Sportdirektor für die Salzburger tätig war, gab zu, dass die Partien gegen Salzburg für ihn 'spezieller' seien als die gegen die anderen Gruppengegner Celtic Glasgow und Rosenborg Trondheim. Auch Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz dürfte sich freuen. 'Das wäre für alle in der Familie eine tolle Geschichte, interessant und lustig', hatte der Unternehmer kürzlich über ein mögliches Direkt-Duell gesagt.Andere sehen das Aufeinandertreffen kritischer, doch für die Europäische Fußball-Union (UEFA) ist die Verbindung zwischen den Klubs nicht so wesentlich, um einem der beiden die Lizenz zu verweigern. Nach der Auslosung bekräftigte die UEFA diese Grundsatz-Entscheidung von 2017 nochmals. Laut UEFA-Regeln dürfen zwei Klubs, die vom selben Geldgeber gesteuert werden, nicht gleichzeitig in Europa spielen.Beide Vereine hatten aber schon vor dem Aufstieg der Leipziger in die Bundesliga Maßnahmen zur Entflechtung ergriffen. So zogen sich unter anderem Rangnick und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff aus der Verantwortung bei Red Bull Salzburg zurück, der Großkonzern ist zudem nur noch Hauptsponsor bei den Österreichern, die international als FC Salzburg und mit modifiziertem Logo auflaufen, weil die UEFA Sponsorenbezeichnungen im Klubnamen verbietet.Abgesehen von Salzburg hat Leipzig in Celtic und Trondheim zwei weitere attraktive Gegner zugelost bekommen. 'Jeder kann kommen. Wir wollen alle schlagen', sagte Emil Forsberg. Der schwedische WM-Star hatte Leipzig beim mühsamen 3:2 (1:1) im Playoff-Rückspiel am Donnerstag gegen Sorja Lugansk mit seinem verwandelten Handelfmeter in der 90. Minute überhaupt erst in die Europa League geschossen. 'Emil hat Eier bewiesen', sagte Kapitän Willi Orban hinterher.Vor und nach der Auslosung war Rangnick eher in seiner Funktion als Sportdirektor gefragt. Aufgrund der Mehrfachbelastung wollte RB seinen kleinen Kader mit derzeit lediglich 17 fitten Feldspielern verstärken. Denn Rangnick hat im Europacup große Ziele: 'So weit ich weiß, qualifiziert sich der Europa-League-Sieger direkt für die Champions League. Das ist noch ein ganz weiter Weg, da braucht man ein ganz gutes Fernglas, um da hinzuschauen, aber wenn wir schon dabei sind, warum nicht?'Für Rangnicks Wunschspieler Ademola Lookman, in der vergangenen Saison auf Leihbasis in Leipzig, forderte der FC Everton über 30 Millionen Euro. Auch ein Ersatz für Naby Keita stand auf Rangnicks Einkaufszettel.SID js wt

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