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Rechte Übergriffe beherrschendes Thema bei Generaldebatte
12.09.18

Rechte Übergriffe beherrschendes Thema bei Generaldebatte

Die rechten Ausschreitungen der jüngsten Zeit haben die Generaldebatte im Bundestag geprägt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, es gebe keine Entschuldigung für 'Hetze' und 'Naziparolen'.

Die rechtsextremen Ausschreitungen der vergangenen Wochen haben die Generaldebatte im Bundestag geprägt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt, es gebe keine Entschuldigung für 'menschenverachtende Demonstrationen'. O-Ton Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin:'Es gibt keine Entschuldigung und Begründung für Hetze, zum Teil Anwendung von Gewalt, Naziparolen, Anfeindungen von Menschen, die anders aussehen, die ein jüdisches Restaurant besitzen, Angriffe auf Polizisten, und begriffliche Auseinandersetzungen darüber, ob es nun Hetze oder Hetzjagd ist, helfen uns dabei wirklich nicht weiter.'Vertreter der AfD liefern sich einen harten Schlagabtausch mit Rednern anderer Fraktionen. Ex-SPD-Chef Martin Schulz wirft dem AFD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland nach dessen Rede vor, sprachliche Mittel des Faschismus zu nutzen. O-Ton Martin Schulz, Ex-SPD-Chef:' 'Die Art der Rede, die wir hier gehört haben, die Eindimensionalität komplexer Strukturen im 21. Jahrhundert, die Reduzierung auf ein einziges Thema - das ist ein Stilmittel, das bekannt ist. Das wird kombiniert, Herr Präsident, mit Aussagen wie: Das 'Tausenjährige Reich' sei ein 'Vogelschiss'. Herr Gauland, die Menge von Vogelschiss ist ein Misthaufen, und auf den gehören Sie in der deutschen Geschichte.'In Chemnitz war Ende August ein Deutscher mutmaßlich von Flüchtlingen getötet worden. Nach der Tat gab es zahlreiche Demonstrationen rechter Gruppen.

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