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Signale der Überparteilichkeit bei Trauerfeier für John McCain
01.09.18

Signale der Überparteilichkeit bei Trauerfeier für John McCain

Mit einer überparteilichen Trauerfeier hat das politische Washington vom langjährigen US-Senator John McCain Abschied genommen - nur Präsident Donald Trump fehlte. Trump, der auf Wunsch McCains nicht eingeladen war, ging währenddessen golfen.

Bewegender Abschied für den verstorbenen US-Senator John McCain. Mit einer überparteilichen Trauerfeier gedenkt das politische Washington des Republikaners - nur der amtierende republikanische Präsident Donald Trump fehlt. Dessen Parteifreund und Amtsvorgänger George W. Bush würdigt McCains Verdienste ebenso wie der frühere demokratische Präsident Barack Obama.O-Ton Barack Obama, früherer US-Präsident:'John glaubte an ehrliche Argumente und daran, andere Sichtweisen zu hören. Er wusste, dass unsere Demokratie nicht funktionieren wird, wenn wir es uns zur Gewohnheit machen, die Wahrheit für politische Zweckmäßigkeit oder Parteiorthodoxie zu verbiegen.'Obama und Bush waren auf McCains persönlichen Wunsch als Trauerredner eingeladen worden - ein Signal der Überparteilichkeit in der stark polarisierten Ära Trump. Trump hingegen war hingegen nicht eingeladen. Das Verhältnis der beiden Republikaner war von gegenseitiger Abneigung geprägt. Trump geht während der Trauerfeier golfen. Bei der Trauerfeier sind auch viele andere prominente Vertreter beider politischer Lager.McCain war am vergangenen Samstag im Alter von 81 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Der Vietnam-Veteran soll am auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis im Bundesstaat Maryland beigesetzt werden.

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