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Spanner-Videos aus der Umkleide: Mini-Kameras sorgen für Ärger
17.04.19

Spanner-Videos aus der Umkleide: Mini-Kameras sorgen für Ärger

Sie sind winzig klein und werden in Südkorea zum großen Problem: versteckte Spionage-Kameras. In Südkorea nimmt die Verbreitung von heimlich gefilmten Videos immer weiter zu. Doch nicht nur die Mini-Kameras sind ein Problem, oft werden auch Smar

Sie sind winzig klein und werden in Südkorea zum großen Problem: versteckte Spionage-Kameras. In Südkorea nimmt die Verbreitung von heimlich gefilmten Videos immer weiter zu. Oft sind es Frauen, die in der Öffentlichkeit von Männern gefilmt werden.O-Ton Lee Seung Yon, Besitzer Elektronikladen:'Wenn man ein kleines Loch für die Kamera macht und es mit einem Metallring fixiert, kann niemand sagen, dass das hier eine Kamera ist.'Die Straftaten mit den heimlichen Videos nehmen zu, 2017 waren es mehr als 6000. Oft sind die Kameras in Frauenumkleiden oder Hotelzimmern versteckt, die expliziten Videos werden dann auf Streaming-Plattformen hochgeladen. Doch nicht nur die Mini-Kameras sind ein Problem, oft werden auch Smartphones bei den Vorfällen verwendet.O-Ton Shin Jang In, Besitzer eines 'Spycam'-Ladens:'Wir können unsere Produkte nicht mehr online verkaufen. Das ist aus unserer Sicht nicht gerecht. Mobiltelefone sind das Problem, aber sie haben es auf uns abgesehen. Nach deren Logik müssten sie eigentlich hinter Samsung her sein, nicht uns.'Offizielle Zahlen gibt es dazu nicht, die Polizei spricht aber von vielen Straftaten, die mit dem Handy verübt wurden. Seit einigen Jahren müssen die Smartphones, die in Südkorea verkauft werden, deshalb beim Fotografieren ein lautes Auslösegeräusch machen. Und einige Politiker fordern nun, dass Käufer der Spionage-Kameras registriert werden müssen.

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