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Sterbender Gletscher lässt Ecuadors Bauern verzweifeln
30.03.19

Sterbender Gletscher lässt Ecuadors Bauern verzweifeln

Der weltweite Klimawandel macht sich auch in Ecuadors Hochland bemerkbar: Weil der Gletscher am 6310 Meter hohen Vulkan Chimborazo dramatisch geschrumpft ist, versiegen die Schmelzwasserquellen, die die Menschen fürs tägliche Leben und die Landw

Wilde und unberührte Natur in Ecuadors Hochland - so scheint es. Doch der weltweite Klimawandel macht sich auch hier bemerkbar, in der abgelegenen Region um den höchsten Berg des Landes, den gut 6000 Meter hohen Vulkan Chimborazo. O-Ton María Chaza, Bäuerin:'Früher, als ich ein kleines Mädchen war, hat es hier stark geregnet, wir hatten gutes Wasser, die Winter waren streng. Aber jetzt werden die Winter milder und milder und milder.'Der Gletscher am Vulkan ist in den vergangenen fünfzig Jahren dramatisch geschrumpft; heute nimmt er nur noch ein Viertel der Fläche von früher ein. Damit versiegt auch das Schmelzwasser, das die Menschen für Leben und Landwirtschaft brauchen.O-Ton Gustavo Paca, Oberhaupt einer indigenen Gemeinschaft:'Früher sind wir sieben Kilometer bis zum Wasser gelaufen. Heute müssen wir mehr als 13 Kilometer laufen. Der Bach, zu dem wir früher gegangen sind, ist ausgetrocknet.'Nicht nur der Klimawandel ist schuld an der Misere. Die Bauern haben irgendwann angefangen, das Feuchtland unterhalb des Gletschers für Landwirtschaft und Rinderzucht zu nutzen. Früher konnte der Boden das Wasser wie ein Schwamm speichern. Durch die moderne Landwirtschaft wird er nach und nach zerstört.Einige Bauern setzen mittlerweile auf Lamas, die dem Boden nicht so sehr zusetzen wie Rinder. Und das Feuchtland wird in Teilen renaturiert.

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