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Streich-Rückkehr in Freiburg: 'Vor zwei Wochen nicht denkbar'
14.09.18

Streich-Rückkehr in Freiburg: 'Vor zwei Wochen nicht denkbar'

Christian Streich ist zurück auf der Trainerbank des SC Freiburg. Den 53-Jährigen setzte ein Bandscheibenvorfall an den ersten beiden Spieltagen außer Gefecht. Streich verriet nun, dass eine Rückkehr vor zwei Wochen 'nicht denkbar war', und freu

O-Töne 1-5, Christian Streich, Trainer SC Freiburg- 'Wenn jemand fehlt, ist es nicht so, dass alles zusammenbricht und die Spieler total verzweifelt sind.'- 'Gut war, dass sie mich gesehen haben und mit mir sprechen konnten. Sie haben gesehen, dass es einfach nicht möglich ist.'- 'Vor dem Spiel gegen Hoffenheim war ich bei der Mannschaft.'- 'Vor zwei Wochen war es nicht denkbar, dass ich heute hier sitze.'- zum Derby gegen Stuttgart: 'Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen.'SID mp tkweitere Informationen:Christian Streich wirkte schon fast wie immer. Von dem Bandscheibenvorfall, der den 53-Jährigen an den ersten beiden Spieltagen außer Gefecht gesetzt hatte, war ihm bei der Pressekonferenz vor dem baden-württembergischen Derby gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) kaum mehr etwas anzumerken. 'Vor zwei Wochen war es noch nicht denkbar, dass ich jetzt hier sitze', sagte er: 'Ich bin jetzt sehr froh.'Am Montag hatte Streich nach mehr als zwei Wochen sein Comeback auf dem Trainingsplatz gefeiert. Auf einem Metallkoffer sitzend hatte er weite Teile der Übungseinheit verfolgt, Schonung offenbar für den noch immer angeschlagenen Rücken. Ob er seine Mannschaft am Wochenende am Spielfeldrand bereits wieder gewohnt aktiv dirigieren wird, bleibt deshalb abzuwarten.Die Freiburger Spieler dürften allerdings auch so glücklich sein über die Rückkehr ihres zuletzt so schmerzlich vermissten Coaches. 'Die Spieler haben Verantwortung getragen. Die Jungs waren vorbildlich', sagte dieser zwar. Ohne den engagierten Antreiber Streich, der in dieser Zeit von seinem Co-Trainer Lars Voßler vertreten wurde, hatte es allerdings gegen Eintracht Frankfurt (0:2) und die TSG Hoffenheim (1:3) dennoch zwei vermeidbare Niederlagen gesetzt.Dabei war keineswegs alles schlecht. Gleich 17 gute Torchancen hatten sich die Breisgauer in den ersten beiden Partien erarbeitet, nur Bayern München erspielte sich mehr. Dass dabei nur ein einziger Treffer durch Innenverteidiger Dominique Heintz heraussprang, verdeutlicht aber, wo derzeit die Probleme liegen.Zumal sich der SCF zusätzlich einige unerklärliche Aussetzer in der Abwehr leistete. 'Es muss unser Hauptaugenmerk sein, dass wir defensiv gut stehen', sagte deshalb auch Mittelfeldspieler Nicolas Höfler, und auch Streich gab für das durchaus prestigeträchtige Derby im 'Ländle' eine ebenso banale wie erfolgsversprechende Marschroute aus: 'Wir müssen besser verteidigen und die ein oder andere Chance vorne nutzen.'Entgegen kommen dürfte den Freiburgern, dass die Probleme beim Rivalen aus Stuttgart - mit einer Tordifferenz von 0:4 derzeit Tabellenschlusslicht - noch ein wenig größer scheinen. Erst drei Tor-Möglichkeiten haben sich die Schwaben in dieser Spielzeit herausgespielt, genutzt haben sie davon keine. Gewarnt ist man bei Freiburg trotzdem. 'Sie werden mit Wut im Magen kommen', sagte Verteidiger Pascal Stenzel: 'Die haben wir aber auch.'Klar ist, dass der Verlierer des Duells der beiden punktlosen Teams den Saisonbeginn endgültig als Fehlstart einordnen muss. Dies zu vermeiden, ist das oberste Ziel beider Trainer: 'Wir werden alles versuchen, damit Stuttgart kein Tor schießt', sagte Streich und auch sein Gegenüber Tayfun Korkut kündigte an: 'Wir wollen so schnell wie möglich den ersten Sieg einfahren'.SID pc cl

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