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Teil-Öffnungen der Stadien: 'Entspricht nicht unser Fankultur'
10.07.20

Teil-Öffnungen der Stadien: 'Entspricht nicht unser Fankultur'

In der organisierten Fanszene stößt die forcierte Teil-Öffnung der Fußballstadien mit mehr als 1000 Besuchern ab der kommenden Saison auf wenig Gegenliebe. Diese Lösung sei 'nicht solidarisch' und 'nichts, das unserer Fankultur entspricht', sagt

O-Töne 1-6: Sig Zelt, Sprecher Bündnis ProFans- 'Wir sollten unsere skeptische Meinung nicht anderen oktroyieren.'- 'Wir alle warten natürlich sehnsüchtig darauf, dass wir wieder ins Stadion können.'- 'Unsere Fankultur ist mit Nähe verbunden und damit laut zu rufen.'- 'Es wird personalisierte Tickets geben, das ist schlimm genug.'- 'Das ist sehr abstoßend.'- 'Als die Diskussionen begannen, wurden die Fans eben nicht befragt.'SID xjt ekweitere Informationen:Berlin (SID), 08. Juli - In der organisierten Fanszene stößt die forcierte Teil-Öffnung der Fußballstadien ab der kommenden Saison auf wenig Gegenliebe. 'Wir sehen das sehr, sehr skeptisch und können den Plänen nicht viel abgewinnen' sagte Sprecher Sig Zelt vom Bündnis ProFans dem SID: 'Viele von uns sagen: Wenn nicht alle reinkommen, dann geht gar keiner rein.'Das Bündnis 'Unsere Kurve' verwies auf aktuell laufende Gespräche mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu dem Thema. 'Wir setzen uns an einen Tisch, aber es wird ein schwieriges Unterfangen', sagte Sprecher Rainer Vollmer.Zuletzt hatte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Aussicht gestellt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung zu ermöglichen.Doch gerade das Thema 'Kontaktverfolgung' löst bei den organisierten Fans Unbehagen aus, viele befürchten eine 'Überwachung', verriet Zelt: 'Das schmeckt vielen überhaupt nicht. Sie befürchten, dass das missbraucht wird.'Köppings Vorschlag, 'rufen, singen und schreien wenn möglich zu vermeiden', hält der ProFans-Sprecher für realitätsfern: 'Natürlich gehören bei uns die Nähe, das laute Äußern und die Gesänge zu einem Fußballspiel dazu.'Aufgrund dieser Probleme kann sich Zelt vorstellen, dass organisierte Fangruppen trotz der Öffnung auf einen Stadionbesuch verzichten würden. 'Das ist durchaus denkbar', sagte er.SID js nr om

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