Der Tagesspiegel Video
Totenstille in Pyeongchang ein Jahr nach den Winterspielen
06.02.19

Totenstille in Pyeongchang ein Jahr nach den Winterspielen

Das Hockeystadion, die Abfahrtsstrecke, die Bobbahn: In den Spielstätten der Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang herrscht ein Jahr nach Olympia gähnende Leere. Einige von ihnen sollen sogar ganz aufgegeben werden.

Die Bobbahn in Pyeongchang. Bei den Winterspielen vor einem Jahr wurden hier zahlreiche Medaillen vergeben. Heute verfällt die Strecke, weil sich die südkoreanischen Behörden die Kosten in Höhe von einer Million Euro sparen wollen, die die Erhaltung der Anlage pro Jahr kostet. Ganz ähnlich sieht es im Hockey-Stadion in Gangneung aus. Hier herrscht gähnende Leere, schließlich gibt es in Südkorea gar keine professionelle Hockey-Liga. Die Ski-Abfahrtsstrecke wiederum soll bald renaturiert werden. Allerdings würde das ungefähr so viel kosten wie ihr Bau. Viele Südkoreaner sind entsetzt.O-Ton Han Hyung Seob, Besucher:'Erst wird so viel Geld in diese Anlagen gesteckt und dann werden sie aufgegeben, weil sie zu viel kosten. Das kapiere ich einfach nicht.'Umgerechnet neun Milliarden Euro haben die Winterspiele den südkoreanischen Steuerzahler gekostet. Die hohen Kosten schrecken auch andere ab: Für die Winterspiele 2022 zogen mehrere Städte ihre Bewerbung zurück. Für 2026 gibt es nur zwei Interessenten.

schließen