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Trotz Millionen-Minus: 'BVB hat die besten Jahre noch vor sich'
19.11.20

Trotz Millionen-Minus: 'BVB hat die besten Jahre noch vor sich'

Borussia Dortmund droht aufgrund der Corona-Pandemie ein höherer Verlust als bisher angenommen. Trotzdem ist Boss Hans-Joachim Watzke davon überzeugt, dass der BVB stärker als zuvor aus der Krise hervorgeht.

O-Töne 1-6: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund:- 'Zum Ende der Saison werden dem Profifußball sieben bis acht Milliarden Euro verloren gehen.'- 'Die umsatzstarken Klubs sind am allermeisten betroffen.'- 'Wir müssen die Geisterspiele sichern.'- 'Es gibt kein Szenario, wo uns aktuell in irgendeiner Weise eine existenzielle Gefahr droht.'- 'Wir werden irgendwann auch wieder vor ausverkauften Häusern spielen.'. 'Ich glaube, dass der BVB vielleicht sogar noch die besten Jahre vor sich hat.'SID xlk tkWeitere Informationen: Dortmund (SID) Borussia Dortmund droht ein höherer Verlust als die bisher angenommenen 75 Millionen Euro, ein weiterer Gehaltsverzicht der Profis scheint möglich - doch Hans-Joachim Watzke blickt positiv in die Zukunft. 'Der BVB wird zu einer Stärke finden, die noch größer sein wird als vor Corona. Borussia Dortmund hat eine tolle Zukunft vor sich, wenn wir in den kommenden Monaten Geduld haben. Vielleicht hat der BVB die besten Jahre noch vor sich', sagte der Geschäftsführer bei der virtuellen Hauptversammlung der Aktionäre im Signal-Iduna-Park.Die Zukunft könnte sportlich auch Lucien Favre mitgestalten. Watzke kündigte Gespräche mit dem Trainer über eine Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Vertrags am Jahresbeginn an. 'Ich werde hier keine Trainerdiskussion führen und möchte an dieser Stelle eine Lanze für Lucien Favre brechen. Eine Qualität an einer Meisterschaft zu messen, ist zu kurz gegriffen. Wir haben es als Gegner mit der besten Mannschaft der Welt zu tun. Es gibt keinen Dissens', sagte Watzke.Favre steht beim BVB seit 2018 unter Vertrag, auf einen großen Titel wartet der Schweizer allerdings noch. Watzke ist sich aber sicher, dass man 'die Dominanz des FC Bayern München irgendwann durchbrechen' werde. Dafür werde man allerdings nicht den wirtschaftlich vernünftigen Weg verlassen.Angesichts der Zahlen bleibt dem börsennotierten Bundesligisten kurzfristig auch keine andere Alternative. 'Es können bei uns auch mehr als die 70 bis 75 Millionen Euro Verlust werden. Aber wir sind mit ausreichend Liquidität versorgt, dass uns keine Gefahr droht', versicherte Watzke.Jedes Heimspiel ohne Zuschauer kostet den BVB 'vier Millionen Euro'. Daher scheint auch ein weiterer Gehaltsverzicht der Spieler möglich. 'Der Gehaltsverzicht gilt bis zum 31. Dezember - er beläuft sich auf rund elf Millionen Euro. Es laufen Gespräche, den Gehaltsverzicht bis Saisonende fortzuführen', sagte Watzke. Der Aufsichtsrat beteiligt sich am Gehaltsverzicht mit rund 80.000 Euro.Auf einen Zeitpunkt, wann wieder Zuschauer in den Stadien möglich sind, wollte Watzke sich nicht festlegen. 'Es geht nichts ohne Impfstoff. Sollte die rechtliche Möglichkeit bestehen, werden wir sie beim BVB in kürzester Zeit umsetzen', sagte Watzke.SID om tl

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