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Vetrauen die Berliner noch den Sicherheitsbehörden?
22.12.16

Vetrauen die Berliner noch den Sicherheitsbehörden?

Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt kritisieren viele die deutschen Behören, denen es nicht gelungen sei, den tatverdächtigen Tunesier Anis Amri im Blick zu behalten, obwohl er bereits als islamistischer Gefährder eingestuft war.

Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt werden Vorwürfe gegen die deutschen Behörden laut. Viele kritisieren, dass es nicht gelungen sei, den tatverdächtigen Tunesier Anis Amri im Blick zu behalten, obwohl er bereits als islamistischer Gefährder eingestuft war. Bis September wurde er polizeilich observiert, danach verliert sich seine Spur. Auch in der Bevölkerung werden Fragen laut. Hätte das Attentat verhindert werden können?VoxPops:Mann: 'Diese 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Das kann niemand gewährleisten. Keine Polizei, kein Staat – nichts.'Frau: 'Gut, man hätte diesen Mann vorher festnehmen können und das damit verhindern können. Aber man muss immer damit rechnen, dass sowas wieder passiert.'Frau 'Das ist einfach ein Abwägen zwischen Freiheit und Rechtstaatlichkeit, die ich durchaus sehr schätze, und dem Risiko, dass dann eben solche Fehler passieren und dass man im Nachhinein natürlich schlauer ist und sagt, das hätte man anders machen müssen.'Nach Anis Amri läuft wegen des Anschlags mit zwölf Toten und rund 50 Verletzten eine europaweite Großfahndung. Der 24-jährige Tunesier steht unter dem dringenden Verdacht, am Montagabend den Lkw in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert zu haben.

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