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Videografik: Die Atomkatastrophe von Fukushima
19.09.19

Videografik: Die Atomkatastrophe von Fukushima

Achteinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat ein japanisches Gericht drei ehemalige Manager des Kraftwerksbetreibers Tepco vom Vorwurf der Fahrlässigkeit mit Todesfolge freigesprochen. Am 11. März 2011 löste eine Tsunami-Katastrophe

Am 11. März 2011 erschüttert ein Beben der Stärke 9,0 die Nordostküste Japans. Eine Dreiviertelstunde später trifft eine 14 Meter hohe Tsunami-Welle die Pazifikküste mit dem Atomkraftwerk Fukushima.Das Kraftwerk des Betreibers Tepco mit seinen sechs Reaktoren kann nur einem Beben der Stärke 8,0 und Tsunami-Wellen von bis zu 5,7 Metern standhalten. Es wird weit gehend zerstört, drei der sechs laufenden Reaktoren werden automatisch abgeschaltet.Weil eine Stunde später die Stromzufuhr unterbrochen wird, fällt der Wasserpegel in den Kühlsystemen dramatisch. Die Brennstäbe in Reaktor eins überhitzen und schmelzen, in den folgenden Tagen passiert dies auch in den Reaktoren zwei und drei.Am 12. März kommt es im Gebäude von Reaktor 1 zu einer Explosion. Zwei Tage später wird das Gebäude von Reaktor drei durch eine Explosion zerstört. Eine riesige Menge radioaktiver Stoffe gelangt in die Atmosphäre. Nach einem Feuer kommt es am 15. März an Reaktorblock vier zu einer weiteren Explosion.Trotz Unterstützung durch das Militär braucht Tepco Wochen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. In den folgenden Monaten werden riesige Mengen Wassers in die Anlage gepumpt, um ein weiteres Überhitzen der Reaktorkerne zu vermeiden. Die Katastrophe von Fukushima wird mit Stufe sieben als höchste Stufe auf der internationalen Skala für Atomunfälle eingestuft. Es ist der schwerste Atomunfall seit dem Unglück von Tschernobyl 1986.

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