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Videografik: Großbritannien und EU - ein schwieriges Verhältnis
31.01.20

Videografik: Großbritannien und EU - ein schwieriges Verhältnis

Mit dem Brexit vollzieht Großbritannien nach langem Gezerre den Austritt aus der EU. In der Vergangenheit stellte das Vereinigte Königreich die Geduld der EU-Partnerländer immer wieder auf eine harte Probe. Nach dem Beitritt zur damaligen Europä

Im dritten Anlauf tritt Großbritannien 1973 der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei - heute die Europäische Union.Frankreichs Staatschef Charles de Gaulle blockiert zwei frühere Versuche - aus Sorge, die engen Beziehungen der Briten zu den USA und dem Commonwealth könnten eine britische Integration bremsen.Europa bietet den Briten damals vor allem attraktive neue Handelschancen.Doch die Briten zögern, Souveränität abzugeben und Teil einer größeren politischen Struktur zu werden.Immer wieder nehmen sie Sonderrechte für sich in Anspruch, zum Ärger der Bündnispartner:- 1984 erreicht Premierministerin Margaret Thatcher einen Rabatt auf die britischen EU-Beitragszahlungen, weil das Königreich kaum von der gemeinsamen Agrarpolitik profitiere.- An einer gemeinsamen Geldpolitik beteiligen sich die Briten nur eingeschränkt.- Einen Beitritt zum Schengen-Raum und zur Euro-Zone lehnen sie ganz ab.- Auch einen gemeinsamen Fiskalpakt, der die Regierungen zu mehr Haushaltsdisziplin zwingt, verweigert London.2016 stellt der damalige Premier David Cameron die Geduld der EU-Partner abermals auf die Probe, indem er die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens neu verhandelt. Seine Bemühungen, den Sonderstatus zu erhalten, münden im Brexit-Referendum, bei dem die Briten mit knapper Mehrheit für einen EU-Austritt stimmen. Nach jahrelangem Gezerre wird der Austrittstermin schließlich auf den 31. Januar 2020 festgesetzt.

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