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Wahl in Bremen: SPD droht historische Schlappe
16.05.19

Wahl in Bremen: SPD droht historische Schlappe

Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen Ende Mai droht der seit 73 Jahren regierenden SPD eine Schlappe historischen Ausmaßes, sogar der Verlust der Macht in ihrer einstmals unangefochtenen Hochburg an der scheint möglich. Die CDU könnte erstmals st

Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen Ende Mai droht der SPD eine historische Schlappe. Seit 73 Jahren ist der Stadtstaat eine Hochburg der Sozialdemokraten; derzeit regiert eine rot-grüne Koalition. Schon 2015 fuhr die SPD ein historisch schlechtes Ergebnis ein; diesmal könnte sie Umfragen zufolge sogar erstmals auf Platz zwei hinter der CDU zurückfallen. Die SPD führt ihre schlechten Werte auf das Bild der SPD im Bund zurück.Bei einer Diskussionsveranstaltung mit Jugendlichen machen die Spitzenkandidaten ihre Positionen deutlich; sie können kaum unterschiedlicher sein. Der derzeitige SPD-Bürgermeister und Spitzenkandidat Carsten Sieling setzt auf eine linke Grundausrichtung und auf sozialen Zusammenhalt - diesen Kurs will der 60-jährige Politikprofi fortsetzen. O-Ton Carsten Sieling, SPD-Spitzenkandidat:'Neu und verstärkt müssen wir Schulen sanieren, Wohnungen bauen, das eben angesprochene Thema der Arbeitsplatzschaffung voranbringen, und werden auch die Universitäten und Hochschulen, die schon sehr stark sind, weiterentwickeln.'Der CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder fand erst kürzlich in die Politik. Der 57-jährige Unternehmer setzt auf sein Image als unkonventioneller Politik-Neuling. Auch für ihn ist das Thema Bildung ein Schwerpunkt.O-Ton Carsten Meyer-Heder, CDU-Spitzenkandidat:'Grundsätzlich glaube ich, braucht jedes System, das seit 73 Jahren von der selben Führung gemanagt ist, jedes System verkrustet irgendwann, ich will gar nicht verfilzt sagen, aber verkrustet, und ich glaube, da muss man einfach mal einen Wechsel reinkriegen, und ich glaube, da kommt Meyer-Heder vielleicht mit seiner Haltung als Unternehmer vielleicht mal in eine andere Umsetzung.' Generell halten sich CDU und SPD bislang alle Optionen für Koalitionen offen.

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