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Wegen Staudamms: Wut auf China in Myanmar
23.04.19

Wegen Staudamms: Wut auf China in Myanmar

Der Myitsone-Staudamm im Norden Myanmars gehört zu Chinas neuer Seidenstraße und soll einmal den Südwesten des Riesenreichs mit Strom versorgen. Doch in Myanmar gehen tausende Menschen gegen das Projekt auf die Straße, das ihnen fast nur Nachtei

Eine Demonstration mit tausenden Teilnehmern: In Myanmar, das erst vor einigen Jahren demokratische Reformen eingeleitet hat, ist das äußerst ungewöhnlich.Die Menschen treibt eine geplante Talsperre auf die Straße, die China im Norden des Landes errichten will. Die Staumauer soll 150 Meter hoch werden, der See würde rund 50 Dörfer überfluten. O-Ton Gannes Basnez, Mitorganisator der Proteste:'Jeder in Myanmar ist gegen den Myitsone-Damm. Wenn die Regierung ihn mit Gewalt durchdrücken will, könnten die Leute aufhören, nur friedlich zu protestieren.'Die Menschen stört, dass ein Großteil des erzeugten Stroms nach China geliefert werden soll. Dafür zahlt China zwar die drei Milliarden Euro Baukosten und pro Jahr nochmals hunderte Millionen Euro, doch viele erwarten, dass das Geld in dunklen Kanälen versickert.In einigen Tagen will De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi nach China reisen, um über das Projekt zu sprechen. Sie ist eigentlich gegen den Staudamm, hat sich aber unlängst positiv zu dem Projekt geäußert.

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