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Zuckerberg lässt vor EU-Parlament viele Fragen offen
23.05.18

Zuckerberg lässt vor EU-Parlament viele Fragen offen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat mit seiner Anhörung vor dem EU-Parlament zum Datenskandal nicht nur viele Abgeordnete in Brüssel enttäuscht. Dass er viele Antworten zum Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten schuldig geblieben ist, liegt allerdin

Die hohen Erwartungen an diesen Auftritt von Mark Zuckerberg sind mehrheitlich enttäuscht worden: Der Facebook-Chef stellt sich dem EU-Parlament in Brüssel zum Skandal um den massenhaften Missbrauch von Nutzerdaten - und liefert doch kaum Antworten.Quer durch die Fraktionen äußern sich Europa-Politiker ernüchtert. Zuckerberg habe viele Fragen unbeantwortet gelassen und stattdessen vage Versprechen gemacht.So wiederholt er seine Entschuldigung für den Missbrauch von Nutzerdaten durch die britische Firma Cambridge Analytica. Die europäische Datenschutz-Richtlinie, die am Freitag in Kraft tritt, will Facebook rasch umsetzen.Doch nicht nur im EU-Parlament bezweifeln viele, dass Facebook mit der freiwilligen Selbstkontrolle Ernst macht.O-Ton Julie Deruy, Nichtregierungsorganisation Avaaz:'Man kann Facebook bei der Selbst-Regulierung nicht trauen. Wir brauchen unabhängige Überprüfungen, unabhängige Faktenchecker, Leute, die kontrollieren, was auf diesen Plattformen passiert, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.'Die EU-Abgeordneten müssen sich aber auch an die eigene Nase fassen, dass Zuckerberg bei der Anhörung im Ungefähren bleibt. Mit ihren ausführlichen Fragen an Zuckerberg nehmen sie einen großen Teil der Zeit in Anspruch.Als nach rund anderthalb Stunden die Zeit um ist, verabschiedet sich Zuckerberg mit dem Versprechen, fehlende Antworten nachzureichen.

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